LANGENLONSHEIM. Die Resonanz auf eine Podiumsdiskussion zur „Elternmitwirkung in Kitas“, zu der der SPD-Ortsverein Langenlonsheim/Laubenheim eingeladen hatte, hat die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung beteiligten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an einer anonymen Online-Umfrage, die wissenschaftlich begleitet und technisch gegen Mehrfachteilnahme gesichert war. Bei schätzungsweise etwa 200 Haushalten mit Kita-Kindern im Ort wurde die Umfrage mehr als 300-mal aufgerufen und 104-mal vollständig ausgefüllt.
„Wir hatten ursprünglich mit vielleicht 20 oder 30 Rückmeldungen gerechnet. Dass sich am Ende 104 Menschen beteiligt haben, hat uns wirklich überrascht“, erklärt Jessica Rauch vom SPD-Ortsverein. Die hohe Beteiligung zeige sehr deutlich, dass die Frage der Elternmitwirkung viele Familien in Langenlonsheim intensiv beschäftige. Die Befragung sollte zum Beginn des neuen Kita-Jahres ein Stimmungsbild liefern und neue Impulse für die Arbeit im Ortsgemeinderat setzen.
Die Umfrageergebnisse dienten als Einstieg in die anschließende Podiumsdiskussion. Gemeinsam mit Anna-Maria Liebing-Zimmermann vom Landeselternausschuss Rheinland-Pfalz, Kathrin Gröning (Vorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz) sowie den SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller und Dr. Claudia Eider wurden zentrale Zukunftsfragen erörtert. Im Fokus standen die Mitgestaltungsmöglichkeiten von Eltern, die Zusammenarbeit mit Kita und Träger sowie Handlungsmöglichkeiten, wenn Anliegen Gehör suchen.
Aus den Ergebnissen und den engagierten Fragen des Publikums nimmt der Ortsverein drei Kernpunkte für die kommunalpolitische Arbeit mit:
- Transparenz sollte stetig weiter ausgebaut werden. Eltern müssen nachvollziehen können, wie Entscheidungen getroffen werden und an wen sie sich mit ihren Anliegen wenden können.
- Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement bieten weiteres Entwicklungspotenzial. Eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Qualität und deren Weiterentwicklung kann dazu beitragen, die Arbeit in den Kitas langfristig zu stärken.
- Proaktive Elternmitwirkung kann eine nachhaltige Beteiligungskultur fördern. Wenn Eltern frühzeitig eingebunden werden und Möglichkeiten zur Mitwirkung erhalten, kann dies die Zusammenarbeit zwischen Familien, pädagogischen Fachkräften und Trägern stärken.
„Wir verstehen die große Beteiligung nicht als abschließende Bewertung, sondern als Auftrag, den Dialog weiterzuführen“, betont Andreas Rauch. Auch Jessica Rauch zieht ein positives Fazit: „Gute frühkindliche Bildung und Betreuung gelingt vor allem dort, wo Kita, Eltern, Träger und Politik miteinander im Gespräch bleiben.“ Ein besonderer Dank des Ortsvereins galt allen Umfrageteilnehmern, den Podiumsgästen sowie den Organisatoren Jessica und Andreas Rauch für die Leitung der Veranstaltung.
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