BAD KREUZNACH. Ein Zimmerbrand in einem Reihenhaus in der Kolberger Straße hat am Samstagabend, 25. Juli einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach Informationen von Nahe News soll eine Powerbank den Brand verursacht haben. Eine offizielle Bestätigung der Polizei zur Brandursache liegt derzeit jedoch noch nicht vor. Dank des umsichtigen Handelns des Hausbewohners konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert und die Nachbarn rechtzeitig gewarnt werden. Während der Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann aufgrund der hohen körperlichen Belastung Kreislaufprobleme und musste vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 22.15 Uhr bemerkte der Bewohner den Brand in einem Zimmer im ersten Obergeschoss seines Hauses. Er setzte umgehend den Notruf ab und informierte gleichzeitig die Bewohner der unmittelbar angrenzenden Reihenhäuser, sodass diese ihre Gebäude rechtzeitig verlassen konnten.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Bewohner und Nachbarn die Häuser bereits verlassen. Aus zwei gekippten Fenstern an der Vorderseite des Gebäudes drang dichter Rauch, während auf der Rückseite bereits Feuerschein aus dem betroffenen Zimmer im ersten Obergeschoss zu erkennen war.

Ein Atemschutztrupp ging mit einem C-Rohr über das Treppenhaus zum Brandherd vor und konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Vorsorglich wurde auf der Gebäuderückseite ein weiteres C-Rohr in Stellung gebracht, das aufgrund des schnellen Löscherfolgs jedoch nicht mehr eingesetzt werden musste. Zwei weitere Trupps unter Atemschutz übernahmen anschließend die Nachlöscharbeiten.
Im Anschluss kontrollierte die Feuerwehr auch die beiden angrenzenden Reihenhäuser. Dort waren die Dachböden durch den Rauch in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch das Öffnen der Dachfenster und den Einsatz eines Elektrolüfters konnten die Gebäude entraucht werden. Auch das Brandobjekt wurde mit einem weiteren Belüftungsgerät rauchfrei gemacht. Zusätzlich wurde das Dachfenster geöffnet, damit die angestaute Hitze und der Rauch entweichen konnten.

Die hohen Temperaturen und die starke körperliche Belastung während des Innenangriffs forderten ihren Tribut. Zwei Feuerwehrleute des ersten Atemschutztrupps klagten über Kreislaufprobleme. Einer von ihnen wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, konnte dieses nach einer Untersuchung jedoch kurze Zeit später wieder verlassen. Auch der Bewohner der Brandwohnung wurde zur medizinischen Betreuung in ein Krankenhaus gebracht, da ihn das Erlebte psychisch stark belastete.
Während des rund zweistündigen Einsatzes war die Kolberger Straße zwischen der Lessingstraße und dem Mittleren Flurweg vollständig gesperrt. Die Bewohner der beiden Nachbarhäuser konnten nach Abschluss der Maßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Brandhaus hingegen ist aufgrund der erheblichen Brand- und Rauchschäden derzeit unbewohnbar. Die Bewohner kamen vorübergehend bei Bekannten unter.
Wehrleiter Michael Seibel machte sich während des Einsatzes ein Bild von der Lage. Nach knapp zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
Parallelalarm wegen vermeintlichem Kellerbrand
Während der Löscharbeiten in der Kolberger Straße wurde die Feuerwehr zusätzlich zu einer Kellerbrandmeldung in die Rheinstraße alarmiert. Vor Ort stellte sich jedoch schnell heraus, dass lediglich Essen auf einem Herd angebrannt war. Die dort eingesetzten Kräfte konnten deshalb zeitnah zur Unterstützung an die Einsatzstelle in der Kolberger Straße verlegt werden und gleichzeitig den Grundschutz für mögliche weitere Einsätze im Stadtgebiet sicherstellen.
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