NIEDERWÖRRESBACH/IDAR-OBERSTEIN. In der Umspannanlage in Niederwörresbach ist ein neuer Transformator eingezogen. Ein echtes Schwergewicht mit rund 75 Tonnen, das künftig die Stromversorgung in der Region stärkt. Geliefert wurde der Trafo bereits in den Nachtstunden per Schwertransport, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Am nächsten Morgen begann der aufwendige Einbau: Da der Tieflader nicht direkt in die Anlage einfahren konnte, wurde der Transformator zunächst mit einem Kran auf einen spezialisierten Transportanhänger umgesetzt. Dieser ließ sich per Fernsteuerung präzise manövrieren und brachte den Trafo sicher bis an seinen Bestimmungsort.
Dort folgte echte Millimeterarbeit. Über ein Schienensystem wurde der Transformator langsam in seine endgültige Position gezogen. Mithilfe von Seilen und viel Fingerspitzengefühl bewegten die Fachkräfte das mehrere Tonnen schwere Bauteil Schritt für Schritt an seinen Platz. Der gesamte Vorgang dauerte mehrere Stunden und erforderte höchste Präzision.
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Der neue Transformator dient dazu, elektrische Energie von der Hochspannungsebene in das 20.000-Volt-Mittelspannungsnetz umzuwandeln und so Haushalte und Unternehmen in der Region zuverlässig zu versorgen. Gleichzeitig trägt er dazu bei, das Netz für zukünftige Anforderungen leistungsfähiger aufzustellen.
„Der Ausbau unserer Netzinfrastruktur ist ein wichtiger Schritt, um die Stromversorgung auch künftig stabil und zuverlässig sicherzustellen“, erklärt Jan Knebel, Netzbetriebsmeister Obere Nahe bei der Westnetz, dem Verteilnetzbetreiber der OIE. „Gerade mit Blick auf steigende Anforderungen – etwa durch erneuerbare Energien oder zunehmende Elektrifizierung – müssen wir unsere Anlagen kontinuierlich weiterentwickeln.“
Während der Arbeiten blieb die Stromversorgung jederzeit gesichert. Durch gezielte Umschaltungen im Netz konnten Einschränkungen für die Bevölkerung vermieden werden.
Nach dem Einbau wurde der Transformator zunächst getestet und anschließend erfolgreich in Betrieb genommen. Perspektivisch ist zudem geplant, die Umspannanlage in Niederwörresbach weiter auszubauen, um den steigenden Anforderungen an das Stromnetz auch langfristig gerecht zu werden.






