A61 / RHEINBÖLLEN / STROMBERG. Die Autobahn GmbH des Bundes hat mit dem Rückbau der Talbrücken Pfädchensgraben und Tiefenbachtal im Zuge der A61 begonnen. Damit tritt eines der größten Infrastrukturprojekte im Hunsrück in eine entscheidende Phase ein. Die beiden Bauwerke aus den 1960er-Jahren werden durch moderne, leistungsfähige Neubauten ersetzt.
Der Beginn der Abbrucharbeiten ist ein wichtiger Meilenstein im Gesamtprojekt, das neben dem Ersatz der Brücken auch den sechsstreifigen Ausbau eines 7,6 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Anschlussstelle Rheinböllen und der Tank- und Rastanlage Hunsrück umfasst.

„Mit der Erneuerung der Talbrücken stärken wir eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im Westen und Südwesten Deutschlands dauerhaft. Der Ausbau ist ein Schlüsselprojekt für die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der A61 – heute und für die kommenden Jahrzehnte“, erklärt Markus Gerhards, Niederlassungsdirektor der Niederlassung West.
Trotz der umfangreichen Arbeiten bleibt der Verkehr auf der A61 weiterhin stabil. In den vergangenen Monaten wurde der gesamte Verkehr beider Fahrtrichtungen auf die bereits fertiggestellten nördlichen Teilbauwerke sowie die Richtungsfahrbahn Koblenz verlegt. Dadurch kann der Rückbau der alten Brücken unter laufendem Verkehr erfolgen.
Nach Abschluss der Abbrucharbeiten beginnt ab 2027 der Neubau der südlichen Brückenhälften. Parallel dazu erfolgt der Ausbau der Richtungsfahrbahn Speyer.

„Der Rück- und Neubau beider Talbrücken ist technisch anspruchsvoll, aber entscheidend für einen zügigen Projektfortschritt. Unser Ziel ist es, die Gesamtmaßnahme bis Ende 2029 abzuschließen“, so Sandro Vincenzi, Leiter der Außenstelle Wiesbaden.
Die Neubauten der beiden Talbrücken sind auf die steigenden Anforderungen des Verkehrs ausgelegt:
Pfädchensgrabenbrücke:
Länge: 531 Meter
Bauweise: Spannbeton-Hohlkasten
Größte Spannweite: 50 Meter
Tiefenbachtalbrücke:
Länge: 367,5 Meter
Bauweise: Stahl-Verbundkonstruktion
Größte Spannweite: 80 Meter
Beide Bauwerke werden künftig über jeweils drei Fahrstreifen plus Standstreifen pro Richtung verfügen und damit deutlich leistungsfähiger sein als ihre Vorgänger.
ANZEIGE:

Der Ausbau der A61 in den angrenzenden Bereichen ist bereits weit fortgeschritten. Bis auf Restarbeiten außerhalb der Fahrbahn ist dieser Abschnitt vollständig für den Verkehr freigegeben. Auch die nördlichen Teilbauwerke der Talbrücken sind fertiggestellt und in Betrieb.
Mit dem nun gestarteten Rückbau der bestehenden Brücken und dem anschließenden Neubau der südlichen Teilbauwerke rückt das Projekt in seine entscheidende Phase. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 151 Millionen Euro. Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme ist für Ende 2029 vorgesehen.





