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Photovoltaik für Privathaushalte: So lohnt es sich immer
txn. Ob auf dem Dach, über dem Carport oder im Garten – Solarstrom boomt. Inzwischen zählen Statistiken über fünf Millionen Solaranlangen. 38 Prozent davon befinden sich an Privathäusern – und liefern Strom auch in die öffentlichen Stromnetze. Mit dem Solarspitzengesetz wird die Einspeisung nun begrenzt, um Netzüberlastungen zu vermeiden. Photovoltaik bleibt dennoch eine sinnvolle Möglichkeit, mit der sich Privathaushalte mit nachhaltiger Energie versorgen können.
Die sinnvolle Nutzung von Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage beginnt bereits bei der Planung. Verhindern bauliche Gegebenheiten oder rechtliche Regelungen wie Denkmalschutzauflagen eine Solaranlage auf dem Dach, können Eigentümer und Eigentümerinnen ihre Anlage womöglich zu ebener Erde auf ihrem Grundstück betreiben. Zu den Voraussetzungen gehören zum Beispiel, dass die Leistung 20 Kilowatt nicht überschreitet und die Grundfläche der PV-Anlage nicht größer als die Grundfläche des Gebäudes ist. Klarheit über die Möglichkeiten schafft eine Beratung, zum Beispiel bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Auch wer über ausreichend Platz verfügt, muss nicht zwingend die gesamte Dach- oder Grundstückfläche mit Solarmodulen belegen, um damit möglichst viel Strom zu produzieren. Denn: Das Solarspitzengesetzt streicht die Vergütung von privat erzeugtem Strom ins öffentliche Netz, wenn zu viel Strom eingespeist wird. Basis sollte daher eine gute Planung sein, die eigene PV-Anlage so zu dimensionieren, dass sie vor allem den eigenen Stromverbrauch zuverlässig abdeckt. Fachleute beraten bei der Frage, welche Leistung die eigene Solaranlage im besten Falle erbringen sollte, so die Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Besonders günstig ist es, wenn Haushalte in den Zeiten, in denen ins Netz gespeister überschüssiger Strom nicht vergütet wird, möglichst umfangreich selbst nutzen. Dabei helfen leistungsstarke Energiespeicher und Geräte mit flexiblem Verbrauch wie Waschmaschine oder eine Wallbox fürs E-Auto.
Solarstrom für die Wärmepumpe: Das bringt es wirklich

txn. Die eigene Photovoltaik-Anlage ist endlich montiert, die Wärmepumpe angeschlossen – der Traum von Unabhängigkeit vom Stromanbieter scheint greifbar. Viele, die ein Eigenheim bewohnen, verbinden mit dieser Kombination große Erwartungen. Doch wie realistisch ist das? Wie die Kombination von Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpe wirklich einen sinnvollen Nutzen bringt, erläutert die Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Grundsätzlich richtig: Haushalte, die eigenen Solarstrom für ihre Wärmepumpe nutzen, können unabhängiger vom Stromversorger werden und gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen. Das gilt jedoch nur in bestimmten Maßen. Auch bei optimalen Rahmenbedingungen lässt sich ein Haus nicht ausschließlich mit Solarstrom versorgen: Selbst, wenn das Eigenheim nur sehr wenig Strom verbraucht und über eine optimale Dämmung verfügt, können maximal etwa 60 Prozent des Strombedarfs selbst erzeugt werden, so die Experten der Energieberatung der Verbraucherzentrale.
Ein Grund dafür: Die Menge an produziertem Solarstrom schwankt im Jahresverlauf stark. Die Photovoltaikanlage produziert im Sommer den meisten Strom – der Wärmebedarf liegt aber im Winter am höchsten. Auch Batteriespeicher können diesen zeitlichen Versatz nur bedingt ausgleichen: Sie speichern Solarstrom für einige Stunden oder über Nacht – nicht aber über mehrere Tage hinweg, so die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zudem hängt die Zulieferung von Solarstrom auch davon ab, wie sonnig einzelne Tage ausfallen.
Dennoch lohnt sich die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe – wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind. So spielt die energetische Qualität des Hauses eine wichtige Rolle. Je besser das Gebäude gedämmt ist, desto geringer der Heizbedarf – und desto größer der Anteil an Strom, den die PV-Anlage tatsächlich abdecken kann.

Um die Effizienz zusätzlich zu steigern, empfehlen sich smarte Energiemanagement-Systeme. Sie priorisieren beispielsweise Stromverbraucher im Haushalt so, dass der selbst erzeugte Solarstrom möglichst effektiv genutzt wird. Erst wenn der Haushaltsbedarf gedeckt ist, versorgt das System die Wärmepumpe oder den Batteriespeicher.

Auch sogenannte SG-Ready-Schnittstellen können unterstützen: Sie ermöglichen es, überschüssigen Solarstrom direkt zu nutzen, etwa indem die Wärmepumpe das Warmwasser auf Vorrat erwärmt. So bleibt mehr Energie im Haus, bevor die Einspeisung ins Netz erfolgt.
Noch mehr Informationen und Tipps zu Wärmepumpen und PV-Anlagen gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale – online, telefonisch oder im persönlichen Gespräch. Hier können Sie auch kostenlose Online-Vorträge rund um das Thema Energie buchen: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 – 809 802 400.









