KREIS BAD KREUZNACH. Die Junge Union (JU) im Landkreis Bad Kreuznach appelliert an die CDU-Verhandlungsführer, das Bildungsthema, das maßgeblich zum Wahlerfolg der CDU beigetragen hat, in den laufenden Koalitionsgesprächen mit der SPD mit konkreten und verbindlichen Maßnahmen zu hinterlegen. Gute Absichtserklärungen reichen nicht – es braucht klare Vereinbarungen.
„Die Menschen im Landkreis Bad Kreuznach haben der CDU einen klaren Bildungsauftrag erteilt. Den nehmen wir ernst und erwarten, dass er sich im Koalitionsvertrag mit messbaren Maßnahmen wiederfindet“, sagt David Sondenheimer, Kreisvorsitzender der JU Bad Kreuznach.
Verpflichtendes Kita-Jahr: Der entscheidende erste Schritt
Die JU im Kreis Bad Kreuznach begrüßt ausdrücklich, dass sich die CDU in ihrem Wahlprogramm klar zum verbindlichen letzten Kita-Jahr bekannt hat. Dieser Ansatz muss jetzt Eingang in den Koalitionsvertrag finden. Ein verpflichtendes Vorschuljahr, verbunden mit einer Sprachstandserhebung im Alter von viereinhalb Jahren, erkennt Förderbedarf frühzeitig und bereitet alle Kinder, unabhängig von ihrem Elternhaus gezielt auf den Schulstart vor. Das senkt Durchfallquoten in der Grundschule und schafft echte Chancengerechtigkeit. Kein Kind soll ohne die sprachliche und soziale Schulreife in die erste Klasse starten.
Das Sondierungspapier von CDU und SPD benennt Bildung als eine der zentralen Investitionen in die Zukunft des Landes und betont, dass jedes Kind seine Chancen nutzen können soll. Wer in Bildung investieren will, muss auch die Kommunen finanziell in die Lage versetzen, das umzusetzen – beides gehört untrennbar zusammen. Die JU im Kreis Bad Kreuznach erwartet, dass genau dieses Versprechen im Koalitionsvertrag mit nachprüfbaren Standards unterlegt wird und nicht in allgemeinen Formulierungen versandet.
„Unser Wahlprogramm war mutig und konkret. Die Koalitionsverhandlungen müssen es jetzt auch sein. Bildungspolitik ohne Qualität ist Bildungspolitik ohne Wirkung“, so David Sondenheimer abschließend.
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