FEILBINGERT/OBERHAUSEN AN DER NAHE/REGION. Es war ein lauer, beinahe magischer Sommerabend, an dem sich der Himmel über der Region von seiner schönsten Seite zeigte: Bei völlig freier Sicht und makellos blauem Himmel reichte der Panorama-Blick weit über das Nahetal hinaus bis tief in den Hunsrück und den Soonwald. Gegen 19:15 Uhr begann das Spektakel, als sich der Mond erstmals vor die Sonne schob. Mit seinen 422 Metern Höhe und dem direkten Blick hinab auf Oberhausen an der Nahe erwies sich der Lemberg einmal mehr als der wohl beste Logenplatz der Region, der zahlreiche Schaulustige und Astronomie-Begeisterte anlockte.
Was folgte, war nicht nur ein astronomisches Ereignis, sondern ein Fest der Kreativität und der Gemeinschaft. Da Schutzbrillen nicht überall zu bekommen waren, zeigten sich die Besucher extrem erfinderisch. In Handarbeit gebastelte Lochkameras – umfunktionierte Schuhkartons oder leere Chipsdosen – machten die Runde. Wer eine der begehrten Finsternisbrillen besaß, teilte sie selbstverständlich mit den Nachbarn.
Ein Urlauber nutzte die fantastische Kulisse professionell: Bepackt mit einer Drohne und einer Kamera samt Spezialobjektiv hielt er jede Phase der Verdunkelung fest. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Eva Staab vom bekannten Weingut Staab aus dem benachbarten Oberhausen an der Nahe war hervorragend ausgerüstet. Mit frisch zubereitetem Spundekäs, knusprigen Brezeln, regionalem Wein und Wasser sorgte sie auf dem Gipfel für echte Nahe-Gastfreundschaft unter freiem Himmel.
Das Treffen lebte vom Miteinander und manchem Einfallsreichtum: Ein Bürger aus Ebernburg zeigte sich besonders kreativ und brachte einen alten Filmstreifen mit auf den Lemberg. Durch das dunkle Negativ ließ sich das Sonnenereignis bestens beobachten – eine Idee, von der auch andere Besucher begeistert profitierten. Ein weiterer Gast reichte zudem ein spezielles Glas durch die Reihen, damit wirklich jeder ohne eigene Ausrüstung in den Genuss dieses Schauspiels kam.

















Als die Finsternis ihren Höhepunkt erreichte und es fast komplett dunkel wurde, legte sich eine tief mystische Atmosphäre über den Berg. Wie auf Kommando verstummten die Vögel in den Bäumen, die Natur hielt den Atem an und eine spürbare Ehrfurcht erfasste die Menschenmenge, bevor helle Begeisterung ausbrach.
Auch nach dem Spektakel erreichten die Redaktion tolle Impressionen: Jonas Hergingklee aus Norheim hat mit einer Kombination aus Handykamera und Teleskop wunderschöne Aufnahmen der Sonnenfinsternis eingefangen und uns zukommen lassen – diese tollen Bilder wollen wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten.




Dieses einmalige Erlebnis vor grandioser Kulisse ließ sich auch Nahe News nicht entgehen und war live vor Ort, um die besonderen Momente und die tolle Stimmung einzufangen.
Mitmach-Aufruf an unsere Leser: Haben auch Sie diesen besonderen Moment mit der Kamera festgehalten? Wenn Sie besonders schöne Bilder der Sonnenfinsternis eingefangen haben, senden Sie uns diese gerne zu. Einzige Voraussetzung: Sie müssen die uneingeschränkten Fotorechte an den Aufnahmen besitzen. Die schönsten Einsendungen werden wir in den kommenden Tagen noch veröffentlichen!
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