BRAUNWEILER. Ein Feuer in der Werkstatt einer Schreinerei hat am späten Mittwochabend, 8. Juli einen Großeinsatz der Feuerwehren in Braunweiler ausgelöst. Rund 80 Einsatzkräfte aus der Verbandsgemeinde Rüdesheim und der Stadt Bad Kreuznach verhinderten durch ihr schnelles und koordiniertes Eingreifen, dass sich die Flammen auf das angrenzende Wohnhaus oder weitere Gebäude ausbreiteten. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Gegen 22.40 Uhr wurden die Ausrückegemeinschaft Braunweiler-St. Katharinen-Sommerloch, die Feuerwehr Mandel sowie die Stützpunktfeuerwehren aus Rüdesheim, Spabrücken und Wallhausen alarmiert. Ebenfalls ausgerückt waren die Drehleiter des Löschbezirks Nord der Feuerwehr Bad Kreuznach sowie die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Rüdesheim mit ihrer Führungsunterstützung. Bereits auf der Anfahrt ließ Einsatzleiter Christian Vollmer zusätzlich die Drohneneinheit der Feuerwehr Waldböckelheim alarmieren, um sich ein umfassendes Lagebild aus der Luft verschaffen zu können.
Bereits bei der Notrufmeldung war von Flammen die Rede, die aus dem Dach schlagen sollten. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte bestätigte sich die Lage teilweise. Im Werkstattbereich der Schreinerei war ein offenes Feuer ausgebrochen, während dichter Rauch im Bereich des Spabrücker Weges und der Heegwaldstraße deutlich wahrnehmbar war. Die Bewohner des unmittelbar angrenzenden Wohnhauses konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt ins Freie retten.

Um den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen, teilte Einsatzleiter Christian Vollmer den Einsatz in zwei Abschnitte auf. Die Abschnittsleitungen übernahmen Jörn Trautmann und Thomas Thilmann. Mehrere Atemschutztrupps aus Mandel, Rüdesheim und Spabrücken gingen zur Brandbekämpfung in die Werkstatt vor. Parallel wurde die Drehleiter der Feuerwehr Bad Kreuznach eingesetzt, um den Dachbereich zu kontrollieren und gezielt zu öffnen. Die Wasserversorgung stellten die Kräfte der Ausrückegemeinschaft Braunweiler-St. Katharinen-Sommerloch sicher.
Durch das koordinierte Vorgehen gelang es den Einsatzkräften, die Flammen auf den Werkstattbereich zu begrenzen. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus sowie benachbarte Gebäude konnte verhindert werden.
Im Anschluss an die eigentlichen Löscharbeiten mussten die Feuerwehrleute noch über mehrere Stunden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchführen. Vor allem im Dachbereich gestaltete sich der Einsatz aufwendig, da Dämmmaterial entfernt und Glutnester Stück für Stück abgelöscht werden mussten. Anschließend wurde das Gebäude mit Hochleistungslüftern vom Brandrauch befreit.
Für die Reinigung der durch Rauch und Schadstoffe kontaminierten Atemschutzgeräte war die Hygienekomponente der Feuerwehr Norheim gemeinsam mit Kräften aus Rüdesheim im Einsatz. Unterstützt wurde die Einsatzleitung außerdem durch den Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Alexander Roßkopf sowie dessen Stellvertreter Holger Schmidt. Der Rettungsdienst sicherte den Feuerwehreinsatz vorsorglich mit einem Rettungswagen ab.
Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten in der Nacht noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Erst gegen 2.30 Uhr am Donnerstagmorgen war der Einsatz für die rund 80 Feuerwehrkräfte beendet.





