ODERNHEIM AM GLAN/REGION. Bei der Odernheimer Weinwanderung „Zwischen Reben und Ruinen“ entschloss sich der 11-jährige Noah ganz spontan, den Stand des Tennisvereins Odernheim mit einer eigenen Idee zu bereichern: Er verkaufte in Eigenregie selbstgemachte Bio-Zitronenlimonade. Die Zutaten hierfür wurden von seiner Familie gespendet.
Die Aktion war ein voller Erfolg. Noah nahm rund 200 Euro ein und stand zu seinem Entschluss, den gesamten Erlös an den Förderverein Lützelsoon zur Unterstützung krebskranker und notleidender Kinder und deren Familien e. V. zu spenden. Die Spende ist zweckgebunden für Isabella bestimmt.
Am 2. Juli übergab Noah den Spendenscheck mit großem Stolz an den ehrenamtlichen Vorsitzenden des Fördervereins, Herbert Wirzius. Dieser bedankte sich herzlich für das außergewöhnliche Engagement des jungen Odernheimers und lobte dessen Hilfsbereitschaft sowie seine Eigeninitiative.
Auch Noah zeigte sich glücklich über den Erfolg seiner Aktion und bedankte sich bei allen Besucherinnen und Besuchern der Weinwanderung sowie bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit dem Kauf seiner Limonade diese Spende möglich gemacht haben.
Eine großartige Aktion, die zeigt, dass man auch in jungen Jahren mit einer guten Idee und persönlichem Einsatz viel bewirken kann.

Ein starkes Signal der Jugend
Wer über die Jugend von heute spricht, verfällt schnell in altbekannte Klischees: Generation Smartphone, antriebslos, permanent den Blick aufs Display gerichtet und angeblich kaum noch bereit, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Doch genau dieses Bild gerät ins Wanken, wenn man auf die wunderbare Aktion des elfjährigen Noah aus Odernheim blickt. Mit einer spontanen Idee, viel Fleiß und einem riesigen Herzen hat er das Gegenteil bewiesen.
Noah hat nicht darauf gewartet, dass andere etwas tun, sondern hat das Heft selbst in die Hand genommen. Statt die Freizeit an der Spielkonsole zu verbringen, hat er Limonade kreiert, geschleppt, verkauft und am Ende jeden einzelnen Cent für den guten Zweck gespendet. Das ist gelebte Eigenverantwortung und Empathie in einem Alter, in dem manch anderer kaum über den eigenen Tellerrand blickt.
Dieses Engagement zeigt: Die Jugend ist eben nicht unbeteiligt oder egoistisch. Sie braucht oft nur den Raum, die Unterstützung der Familie und den Mut, einfach mal anzupacken. Noahs Aktion für den Förderverein Lützelsoon ist das beste Beispiel dafür, wie viel ein Einzelner – egal wie jung – im Kleinen bewegen kann.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Limonaden-Aktion Kreise zieht. Möge sie als Ansporn und Inspiration für viele andere junge Menschen in unserer Region dienen. Ob bei der Jugendfeuerwehr, im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe oder bei eigenen kreativen Projekten: Unsere Heimatorte leben vom Mitmachen. Noah hat mutig vorgelegt – wer zieht nach? Wir würden selbstverständlich auch darüber berichten!
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