BAD KREUZNACH. Ein bedeutendes Wohnbauprojekt nimmt in der Kurstadt konkrete Formen an: Die Stadt Bad Kreuznach hat die Baugenehmigung für die Umnutzung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes in der Brückes 2–8 erteilt. Das bislang als Bürogebäude genutzte Haus, vielen noch als früheres Telekom-Gebäude bekannt, wird künftig zu modernem Wohnraum umgebaut.
Im Rahmen eines Pressetermins stellten Oberbürgermeister Emanuel Letz, Vertreter der Horst Schenk Projektentwicklung GmbH sowie Bauamtsleiter Eduard Schuckmann das Großprojekt vor.
Auf einer Gesamtwohnfläche von rund 6.970 Quadratmetern entstehen insgesamt 93 Mietwohnungen mit Größen zwischen etwa 40 und 130 Quadratmetern. Zwölf der Wohnungen werden barrierefrei gestaltet. Ergänzt wird das Angebot durch 27 Stellplätze für Autos, darunter sieben barrierefreie, sowie mindestens 50 Fahrradstellplätze und Ladepunkte für E-Bikes.
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Oberbürgermeister Letz unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die Stadtentwicklung: „Mit der Umnutzung des ehemaligen Telekom-Gebäudes schafft die Brückes Immobilien GmbH dringend benötigten Wohnraum in zentraler Lage und belebt zugleich einen wichtigen innerstädtischen Standort neu. Die nun erteilte Baugenehmigung stellt einen wichtigen Schritt zur Realisierung eines der aktuell größten Wohnungsbauprojekte in unserer Stadt dar.“
Das siebengeschossige Gebäude aus dem Jahr 1988 erstreckt sich vom Brückes bis zur Hochstraße. Es ist in H-Form gebaut, verfügt über einen Innenhof sowie eine Tiefgarage. Die bestehende Struktur bleibt erhalten, wird jedoch umfassend modernisiert: Neben einer vollständigen Erneuerung der Haustechnik werden die bisherigen Bürogrundrisse in zeitgemäße Wohnungen umgewandelt.
Besonderes Augenmerk liegt auf einem nachhaltigen Energiekonzept. Jede Wohnung erhält eine eigene Wärmepumpe in Kombination mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung. Eine Photovoltaikanlage mit rund 100 Kilowatt-Peak Leistung soll einen Großteil des Energiebedarfs decken und so langfristig stabile Nebenkosten ermöglichen.
„Dieses Projekt zeigt, wie durch gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Kreuznach zukunftsfähiger und nachhaltiger Wohnraum im Bestand entsteht – ein Wohnkonzept, das Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit ideal miteinander verbindet“, betonte Michael Schenk.
Die Bauzeit wird auf rund zwei Jahre geschätzt. Der Erstbezug des ersten Bauabschnitts ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa 16 Millionen Euro.
Die Brückes Immobilien GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der Horst Schenk Projektentwicklung GmbH, einem familiengeführten Unternehmen, das im April 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. In Bad Kreuznach hat die Schenk-Gruppe bereits zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter insgesamt 228 Wohnungen.
Das Gebäude war zuvor rund zehn Jahre lang von der Stadtverwaltung genutzt worden. Bis zum Auszug im Frühsommer 2025 waren dort unter anderem Ordnungsamt, Sozialamt und Standesamt untergebracht.






