IDAR-OBERSTEIN. Die vorgesehene Modernisierung der Sportanlage „Auf der Bein“ in Idar-Oberstein nimmt weiter Gestalt an. Bei einer gemeinsamen Projektbesprechung wurden vor wenigen Tagen der aktuelle Planungsstand vorgestellt, offene Fragen erörtert und die nächsten Schritte abgestimmt. Ziel des Vorhabens ist es, die seit Jahren sanierungsbedürftige Sportstätte im Stadtteil Weierbach umfassend zu erneuern und damit bessere Bedingungen für den Schul- und Vereinssport zu schaffen.
An der Projektbesprechung hatten neben Landrat Miroslaw Kowalski und Oberbürgermeister Frank Frühauf Vertreter der Kreis- und Stadtverwaltung, der Kreistags- und Stadtratsfraktionen sowie der Schulen und Sportvereine teilgenommen. Auch Sven Leyendecker, der Steuerberater der Spenderin Heide Kalyandjian-Conradt, war stellvertretend für sie dabei.
„Mit der großzügigen Schenkung von Frau Kalyandjian-Conradt wurde die entscheidende Grundlage dafür geschaffen, dieses wichtige Projekt konkret anzugehen. Jetzt geht es darum, die Planung voranzutreiben und die nächsten Schritte auf den Weg zu bringen“, betont Landrat Miroslaw Kowalski.
Für die Verwirklichung des derzeit auf rund 2,3 Millionen Euro geschätzten Projekts hat Heide Kalyandjian-Conradt einen Betrag in Höhe von 1,15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt eine bereits zugesagte Förderung über den „Goldenen Plan“ des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 575.000 Euro. Der Landkreis und die Stadt steuern zur Ausfinanzierung jeweils 287.500 Euro bei.
Da der Landkreis Träger der weiterführenden Schulen am Schulzentrum „Auf der Bein“ ist und diese die Anlage in erheblichem Umfang nutzen, hat die Kreisverwaltung mit ihrer Bauabteilung die Federführung bei der Planung und Umsetzung der Modernisierung übernommen. Die Stadt Idar-Oberstein ist Grundstückseigentümerin der Sportanlage „Auf der Bein“.
Mit der Erstellung der konkreten Planung ist seit Juni das auf Sportstätten spezialisierte Ingenieurbüro L.A.U.B. aus Kaiserslautern beauftragt. Die Entwurfsplanung wurde in den vergangenen Monaten in enger Abstimmung mit der Bauabteilung der Kreisverwaltung und der Stadt weiterentwickelt. Die bei der Projektbesprechung eingebrachten Anregungen und Hinweise fließen nun in die weitere Planung ein.
Parallel dazu laufen wichtige vorbereitende Untersuchungen. Dazu gehören eine Geländevermessung, ein Bodengutachten und eine Kampfmittelvoruntersuchung. Außerdem wird das erforderliche Genehmigungsverfahren geprüft.
Im Zuge der umfassenden Neugestaltung der Sportanlage „Auf der Bein“ soll der bisherige Tennenplatz durch einen modernen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Die bestehende Aschenlaufbahn wird einer Kunststofflaufbahn mit vier Rund- und sechs Kurzstreckenbahnen weichen. Hinzu kommen neue Anlagen für Weit- und Hochsprung sowie ein separates Werferfeld für Hammer-, Diskus- und Speerwurf. Auch eine energieeffiziente LED-Flutlichtanlage sowie die Erneuerung von Wegen und eine neue Umzäunung sind geplant.
Für das Werferfeld soll südlich der bestehenden Anlage eine zusätzliche Fläche entstehen. Dafür sind unter anderem Geländearbeiten und Rodungen in einem angrenzenden Waldstück erforderlich. Die hierfür geltenden naturschutzrechtlichen Vorgaben werden bei der weiteren Terminplanung berücksichtigt.
Nach aktuellem Stand soll die weiter ausgearbeitete Entwurfsplanung voraussichtlich im November 2026 den zuständigen Kreisgremien vorgestellt und dort beschlossen werden.
Die Baumfällungen fürs Werferfeld könnten danach in den Wintermonaten erfolgen, während die eigentlichen Umbauarbeiten an der Sportanlage im Jahr 2027 beginnen sollen. Die Modernisierung wird anschließend schrittweise fortgesetzt. Angestrebt ist ein Abschluss der Arbeiten bis August 2028, sodass die erneuerte Sportanlage zum Beginn des Schuljahres 2028/29 für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen kann.
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