WALLHAUSEN / VG RÜDESHEIM. Ein runder Geburtstag, zahlreiche prominente Gäste, emotionale Reden und jede Menge Überraschungen: Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rüdesheim, Markus Lüttger, feierte am Samstag, 17. Oktober seinen 60. Geburtstag mit Familie, Freunden, politischen Weggefährten und zahlreichen Menschen, die ihn seit vielen Jahren begleiten. Die Gräfenbachhalle in Wallhausen verwandelte sich dabei in ein großes Oktoberfest. Unter den Gratulanten waren auch hochrangige Gäste aus der Bundes- und Landespolitik.
Ein großes Herz bewies das Geburtstagskind bereits im Vorfeld der Feier. Anstelle persönlicher Geschenke hatte Lüttger seine Gäste gebeten, für die Ossig-Stiftung und die Sozialstation Nahe zu spenden. Sein Motto für den Abend brachte er auf einen einfachen Nenner: „Spaß haben und spenden.“ Gemeinsam feiern und dabei auch an Menschen denken, denen es nicht so gut geht, das war ihm besonders wichtig.
Ministerpräsident und Bundestagspräsidentin gratulierten persönlich
Zu den prominenten Gästen gehörte Ministerpräsident Gordon Schnieder, der direkt aus Berlin nach Wallhausen gekommen war. Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ließ es sich nicht nehmen, ihrem langjährigen Freund persönlich zu gratulieren.Für eine weitere Überraschung sorgte Klöckners Lebensgefährte, Fernsehmoderator Jörg Pilawa. Er reiste unmittelbar nach einer Fernsehaufzeichnung in Köln zur Geburtstagsfeier an.Neben den prominenten Gästen waren zahlreiche Vertreter der Kommunalpolitik, Ortsbürgermeister, Mitglieder des Verbandsgemeinderates, Mitarbeiter der Verwaltung sowie viele Freunde und Weggefährten gekommen.

In einer gemeinsamen Würdigung hoben Gordon Schnieder und Julia Klöckner insbesondere Lüttgers Bodenständigkeit, seine Bürgernähe und seinen unermüdlichen Einsatz für die Verbandsgemeinde hervor. Dabei fiel eine bemerkenswerte Beschreibung: Lüttger lebe „Demokratie ohne Sicherheitsabstand“. Er sei überall präsent, jederzeit ansprechbar und scheue auch schwierige Diskussionen nicht. Dass sein Handy praktisch niemals stillstehe, wurde ebenfalls humorvoll aufgegriffen. Selbst während einer Bundestagssitzung habe Lüttger einmal bei Julia Klöckner angerufen. Als sie ihm erklärte, dass sie gerade die Sitzung leiten müsse, habe er lediglich mit einem knappen „Na und?“ reagiert. Auch die Entwicklung der Verbandsgemeinde wurde gewürdigt. Moderne Kindertagesstätten, gut ausgestattete Feuerwehren und eine solide finanzielle Situation seien Ergebnisse seiner langjährigen Arbeit.
Bettina Dickes: Eine politische Partnerschaft fast wie eine Ehe
Für zahlreiche Lacher sorgte auch Landrätin Bettina Dickes mit ihrer persönlichen Laudatio. Seit 2003 verbindet die beiden eine enge politische und freundschaftliche Zusammenarbeit.Dickes verglich diese Verbindung augenzwinkernd mit einer Ehe. Man kenne die Stärken und Schwächen des anderen, könne sich gegenseitig unterstützen, aber auch gehörig auf die Nerven gehen.Mal telefoniere man zehnmal am Tag miteinander, dann herrsche wieder eine Woche Funkstille. Doch eines sei immer geblieben: das gegenseitige Vertrauen.Besonders deutlich machte die Landrätin, welchen Stellenwert die Verbandsgemeinde Rüdesheim im Leben des Bürgermeisters einnimmt. Für Lüttger sei praktisch jedes Dorf seiner Verbandsgemeinde sein eigenes Dorf.
Mit einer humorvollen Anekdote schilderte sie dessen nahezu unerschöpflichen Terminkalender. Selbst an einem Samstag im Januar könne Lüttger problemlos zahlreiche Veranstaltungen in verschiedenen Ortsgemeinden besuchen. Dabei schone er weder sich noch andere. Wenn er etwas erreichen wolle, könne er durchaus anstrengend werden. Gleichzeitig sei er aber auch jemand, auf den man sich in schwierigen Situationen verlassen könne. Zum Abschluss wünschte Dickes ihrem langjährigen Weggefährten vor allem Gesundheit und die Fähigkeit, neben seiner geliebten Verbandsgemeinde auch genügend Zeit für sich und seine Familie zu finden.
Emotionale Worte von Lüttgers Kindern
Besonders persönlich wurde es, als die Kinder des Geburtstagskindes, Sina und Hannes das Wort ergriffen. Sie erinnerten an ihre Kindheit, an die hohen Erwartungen ihres Vaters und an seine stetige Unterstützung. Auch wenn er bei schulischen Leistungen durchaus anspruchsvoll gewesen sei, habe er ihnen immer zur Seite gestanden.I nzwischen genießt Markus Lüttger auch seine Rolle als Großvater. Seine Enkelin Malia hat ihren Opa längst fest im Griff.

Wie die Kinder humorvoll berichteten, würde er sie am liebsten den ganzen Tag mit Gummibärchen und Schokolade verwöhnen und gemeinsam mit ihr im Matsch spielen.Schon bald darf sich die Familie über weiteren Nachwuchs freuen: In wenigen Wochen wird Lüttger zum zweiten Mal Großvater.Die Kinder dankten ihrem Vater mit bewegenden Worten: „Du bist der beste Papa, den wir uns hätten wünschen können.“
Lüttger blickt auf sein Leben zurück
Auch das Geburtstagskind selbst wurde in seiner Ansprache nachdenklich.Lüttger erinnerte an seine Kindheit und Jugend, die durch gesundheitliche Probleme und zahlreiche Arztbesuche geprägt waren. Diese Erfahrungen hätten ihn geformt und seine Einstellung zum Leben beeinflusst.
Aufgewachsen in einem kleinen Weinbaubetrieb mit Gaststätte, sei er schon früh mit den Menschen und den Themen des Dorflebens in Berührung gekommen. Gerechtigkeit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, seien für ihn bis heute wichtige Grundsätze. Dabei gehe er durchaus auch einmal ungewöhnliche Wege. Entscheidend sei für ihn nicht, möglichst viele Gespräche zu führen oder Aktenvermerke zu produzieren, sondern Ergebnisse zu erzielen.
Mit Blick auf seinen 60. Geburtstag machte Lüttger deutlich, dass für ihn nicht materielle Dinge, sondern Gesundheit, Familie und Freundschaften zählen. Besonders dankte er seiner Ehefrau Katharina, die ihm seit vielen Jahren den Rücken freihält und ihn auch in schwierigen Situationen unterstützt. Seinen Eltern Edeltraud und Hans sowie langjährigen Freunden sprach er ebenfalls seinen Dank aus.
Große Überraschung: Soonwaldrand-Plattler feiern Comeback
Für einen der Höhepunkte des Abends sorgte eine Überraschung, mit der das Geburtstagskind nicht gerechnet hatte. Die Tanzgruppe „Soonwaldrand-Plattler“ feierte eigens zum 60. Geburtstag von Markus Lüttger ein viel umjubeltes Comeback. Die von Petra Ender geleitete Gruppe hatte vor zehn Jahren bei den Fastnachtssitzungen in der Verbandsgemeinde Rüdesheim ihre Premiere gefeiert. Das Besondere: Sämtliche Tänzerinnen und Tänzer sind in der Kommunalpolitik aktiv oder waren dort tätig. Die meisten bekleiden oder bekleideten das Amt eines Ortsbürgermeisters.

Auch Markus Lüttger gehörte damals selbst zur Gruppe. Ebenso zählt Landrätin Bettina Dickes zu den Mitgliedern.
Vor einigen Jahren hatten sich die Soonwaldrand-Plattler aufgelöst. Für den runden Geburtstag ihres ehemaligen Mittänzers fanden sie nun wieder zusammen. Der Überraschungsauftritt kam bei den Gästen hervorragend an. Und möglicherweise war es nicht der letzte: Eine Rückkehr auf die Fastnachtsbühne im Jahr 2027 scheint nach dem gelungenen Comeback zumindest nicht ausgeschlossen.
Auch musikalisch wurde den Gästen in der Gräfenbachhalle einiges geboten.
Für zünftige Oktoberfeststimmung sorgten die Gräfenbachmusikanten aus Wallhausen und die Bockenauer Dorfmusikanten. Die Band „Gürtelrose“ der Roxemer Roxl’s brachte ebenso Stimmung in die Halle wie die Fastnachter Harold Jung und Markus Seus. Später übernahm DJ Anthony die musikalische Unterhaltung. Er hatte erst wenige Tage zuvor selbst seinen 40. Geburtstag mit einem großen Oktoberfest im Bad Kreuznacher Stadl gefeiert.
Feuerwehr und Verwaltung gratulieren ihrem Bürgermeister
Auch die große kommunale Familie ließ es sich nicht nehmen, ihrem Bürgermeister persönlich zu gratulieren.Vertreter der Verwaltung, des Verbandsgemeinderates, der Ortsbürgermeister und der Feuerwehr würdigten Lüttgers langjährigen Einsatz.Besonders die Feuerwehr liegt dem Bürgermeister am Herzen. Wehrleiter Christian Vollmer und weitere Feuerwehrvertreter überreichten ihm eine außergewöhnliche Fotocollage. Dafür waren aus einem Archiv von Rouven Ginz mit rund 66.000 Aufnahmen insgesamt 60 Bilder ausgewählt worden, die besondere Momente seit 2008 zeigen.
Auch die Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung hatten sich etwas einfallen lassen. Sie überreichten ihrem Chef unter anderem einen persönlichen Fotokalender mit Bildern und humorvollen Sprüchen aus dem Verwaltungsalltag.Dabei wurde deutlich, dass Lüttger zwar hohe Anforderungen an seine Mitarbeiter stellt, gleichzeitig aber auch als verlässlicher Ansprechpartner geschätzt wird.
Bei aller Prominenz und den zahlreichen Programmpunkten wurde im Verlauf des Abends deutlich, was Markus Lüttger besonders wichtig ist: die Menschen, mit denen er seit vielen Jahren zusammenarbeitet, Freundschaften pflegt und seine Heimat gestaltet.
Immer wieder bedankte er sich bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, Vereinen und Freunden, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten.
Ein besonderer Dank galt Wallhausens Ortsbürgermeister Christoph Jäckel, der nicht nur als Gastgeber, sondern auch als langjähriger Freund tatkräftig bei der Organisation unterstützte.
So wurde aus dem 60. Geburtstag des Bürgermeisters nicht nur eine große Oktoberfestparty, sondern auch ein Abend voller persönlicher Erinnerungen, Anerkennung und Dankbarkeit.
Und ganz im Sinne des Geburtstagskindes stand dabei nicht die Frage nach Geschenken im Mittelpunkt, sondern die Unterstützung zweier sozialer Einrichtungen in der Region: der Ossig-Stiftung und der Sozialstation Nahe.
Fotoimpressionen:



























