KREIS BIRKENFELD. Der Weg für den Bestandsausbau der Kreisstraße (K) 61 zwischen Rückweiler und der Einmündung auf die Landesstraße (L) 347 im Unnerbachtal bei Fohren-Linden ist frei: Der Ausschuss für Infrastruktur, Wirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (IWUK) hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für die Vergabe der Bauleistungen gegeben. Die Kreisverwaltung hofft, dass die Arbeiten im Herbst beginnen können.
Die derzeit stark sanierungsbedürftige K 61 wird im Zuge des Projekts auf einer Gesamtlänge von rund 3,175 Kilometern grundlegend erneuert. Bisher weist ihre Fahrbahn massive Risse und Aufbrüche sowie zahlreiche Flickstellen auf. Mit dem Bestandsausbau soll sich das ändern. Dass die Strecke zwischen Rückweiler und der L 347 wieder auf Vordermann gebracht wird, hängt auch damit zusammen, dass die K61 durch den geplanten Ökompark „Heide-Westrich“ an Bedeutung für den überörtlichen Verkehr gewinnen wird.
Mit der die Erschließung dieses großflächigen Gewerbe- und Industriegebiets soll in naher Zukunft begonnen werden. Dabei entsteht im Bereich Rückweiler/Hahnweiler auch eine neue Anschlussstelle an die Autobahn 62. Die K 61 wird somit künftig eine wichtige Zubringerfunktion für den Ökompark und die neue A62-Auffahrt übernehmen.
Vor diesem Hintergrund sei es besonders wichtig, die Fahrbahn der K61 zeitnah zu erneuern, erläuterten Vertreter der Kreisverwaltung in der Ausschusssitzung. Die IWUK-Mitglieder ermächtigten mit ihrem Beschluss den Landesbetrieb Mobilität (LBM) Bad Kreuznach dazu, den Auftrag nach Abschluss der derzeit laufenden öffentlichen Ausschreibung an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen bereits zur Verfügung.
Die Gesamtkosten für den Bestandsausbau der K61 werden auf rund 930.000 Euro geschätzt. Als Maßnahmenträger hat der Nationalparklandkreis Birkenfeld beim Land Rheinland-Pfalz einen Förderantrag gestellt. Die beantragte Zuschussquote liegt bei 73 Prozent. Die Erneuerung der K 61, die zwischen Rückweiler und der L-347-Einmündung auch an der Ortsgemeinde Rohrbach vorbeiführt, soll in zwei Bauabschnitten umgesetzt werden. Der mit rund 930 Meter kürzere Abschnitt weist einen strukturell schwachen Asphaltoberbau auf. Hier werden eine 10,5 Zentimeter starke Asphalttragschicht sowie eine 3,5 Zentimeter starke Asphaltbeton-Deckschicht eingebaut.
Auf dem mit circa 2.245 Meter längeren Bauabschnitt ist der Straßenzustand etwas besser. Nach dem Abfräsen der bestehenden Fahrbahndecke ist dort der Einbau einer 6,5 Zentimeter starken Binderschicht und einer 3,5 Zentimeter starken Deckschicht vorgesehen. Darüber hinaus werden entlang der gesamten Strecke die Entwässerungseinrichtungen, Bankette und Einmündungen an das neue Höhenniveau der Straße angepasst. Zudem werden die Leitplanken erneuert.
Nach der aktuellen Planung sollen die Arbeiten – abhängig von der Verfügbarkeit und Auslastung der vom LBM noch zu beauftragenden Firma – im Oktober auf einem der beiden Abschnitte beginnen und möglichst bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Über die Wintermonate soll die Strecke anschließend wieder für den Verkehr freigegeben werden. Ab Frühjahr 2027 ist dann die Erneuerung des anderen Abschnitts vorgesehen.
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