VG LANGENLONSHEIM-STROMBERG. Von den frühen Morgenstunden bis weit in die Nacht hinein: Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg erlebten am Dienstag, den 21. Juli 2026, einen extrem fordernden Einsatzmarathon. Insgesamt siebenmal mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ausrücken, darunter zu zwei zeitgleichen Flächenbränden und einer großangelegten Personensuche in der Nahe.
Der getaktete Tag begann um 7:07 Uhr in Waldlaubersheim, wo die Wehr zur Beseitigung einer Ölspur gerufen wurde. Nur zwei Stunden später, gegen 9:07 Uhr, folgte der nächste Ausrückbefehl: In Stromberg musste eine Dieselspur unschädlich gemacht werden.

Flammen in den Weinbergslagen und im Industriegebiet
Zur Mittagszeit spitzte sich die Lage durch die sommerliche Witterung dramatisch zu. Um 12:27 Uhr meldeten Zeugen einen Flächenbrand in Guldental. Rund 2.500 Quadratmeter eines Weinbergs standen in Flammen. Hier schickte die Einsatzzentrale die Einheiten aus Guldental, Windesheim, Stromberg und Langenlonsheim in den Kampf gegen die Flammen.

Nahezu zeitgleich schlug die Alarmierungs-App erneut an: Brand im Langenlonsheimer Industriegebiet. Auf rund 200 Quadratmetern brannte eine Rasenfläche. Während ein Teil der Kräfte in den Weinbergslagen gebunden war, übernahmen die Wehren aus Langenlonsheim und Bretzenheim die Brandbekämpfung im Industriegebiet. Unterstützung erhielten sie dabei im Rahmen der überörtlichen Hilfe von den Kameraden der Einheit Sprendlingen.
Auch am Nachmittag riss die Serie nicht ab: Um 15:17 Uhr brannte ein Böschungsstreifen an der A61. Gegen 19:14 Uhr leisteten die Wehrleute zudem Tragehilfe für den Rettungsdienst bei einem medizinischen Notfall in Guldental.
Nächtlicher Großeinsatz an der Nahe: 77 Kräfte im Sucheinsatz
Der kräftezehrendste Einsatz des Tages begann um 22:32 Uhr. Nach dem Fund verwaister Kleidungsstücke am Naheufer forderte die Polizei die Drohneneinheit der Verbandsgemeinde an, um den Flussbereich abzusuchen.
Was als gezielte Erkundung begann, entwickelte sich rasch zu einer großangelegten Wasserrettungsaktion. Zur Unterstützung wurden die Feuerwehreinheiten Langenlonsheim, Laubenheim, Münster-Sarmsheim und Bingen nachalarmiert. Auch die Strömungsretter der DLRG, der Einsatzleitwagen der VG Langenlonsheim-Stromberg sowie eine weitere Drohne der Einheit Bingen-Büdesheim eilten an die Nahe.
Insgesamt 77 Einsatzkräfte kämmten die Nahe auf dem Wasser, aus der Luft und entlang der Uferbereiche ab. Trotz des massiven personellen und technischen Aufwands musste die Suche am Mittwochmorgen ohne Feststellung einer Person abgebrochen werden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
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Der Dienstag hat einmal mehr gezeigt, wie unverzichtbar das reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen Feuerwehreinheiten, Hilfsorganisationen und Polizeidienststellen ist. Ohne die flexible und kreisübergreifende Zusammenarbeit wäre ein solches Einsatzaufkommen kaum zu stemmen gewesen.





