StartGoldiges NahelandMit Herzblut für die Nahe: 16 neue Kultur- und Weinbotschafter zertifiziert

Mit Herzblut für die Nahe: 16 neue Kultur- und Weinbotschafter zertifiziert

BAD KREUZNACH. Mit der feierlichen Übergabe der Zertifikate endete am Dienstagabend, 21.Juli für 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein fast einjähriger Ausbildungsweg zu Kultur- und Weinbotschaftern der Nahe. Gleichzeitig war die Feierstunde im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück der Startschuss für eine neue Aufgabe: Künftig werden die Absolventen Gästen und Einheimischen die Geschichte, Kultur, Landschaft und den Wein der Naheregion näherbringen.

Der Vorsitzende des Vereins der Kultur- und Weinbotschafter Nahe, Uwe Schneider, eröffnete den Abend mit einer sehr persönlichen Ansprache. Vor genau drei Jahren habe er selbst an gleicher Stelle sein Zertifikat erhalten. „Ich erinnere mich noch gut an die Mischung aus Stolz, Vorfreude und vielleicht auch ein wenig Respekt vor dem, was danach kommen würde“, sagte Schneider. Dass er nun als Vorsitzender die neuen Absolventen begrüßen dürfe, mache den Abend für ihn zu etwas ganz Besonderem.

Gemeinsam für die Naheregion
Im Mittelpunkt seiner Rede stand die Bedeutung der Zusammenarbeit. Die Kultur- und Weinbotschafter seien kein Projekt einer einzelnen Institution, sondern Teil eines starken Netzwerks aus DLR, Weinland Nahe, Naturpark Soonwald-Nahe, Tourismusorganisationen, Kommunen, Winzern, Gästeführern, Medien und zahlreichen Ehrenamtlichen.

Uwe Schneider

„Wir alle verfolgen letztlich dasselbe Ziel: Menschen für unsere Region zu begeistern“, betonte Schneider. Nur dieses Miteinander könne die Naheregion nachhaltig stärken. Deshalb müsse jeder nicht nur für sich selbst, sondern für die gesamte Region werben. Als gelungenes Beispiel nannte er die touristische Kooperation der Verbandsgemeinden Rüdesheim, Rhein-Nahe und Langenlonsheim-Stromberg unter dem Motto „Tourismus kennt keine Grenzen“.

Besonders hob Schneider die enge Zusammenarbeit mit dem Naturpark Soonwald-Nahe, Weinland Nahe und dem Weinorden an der Nahe hervor. Gerade die künftig intensivierte Kooperation mit dem Weinorden sei ein wichtiger Schritt, um die Begeisterung für Wein und Kultur gemeinsam nach außen zu tragen.

Landrätin Bettina Dickes würdigte die neuen Kultur- und Weinbotschafter als wichtige Botschafter ihrer Heimat. Begeisterung für die eigene Region sei ansteckend und könne Menschen zusammenführen. „Sie ermöglichen Menschen, sich mit dem auseinanderzusetzen, was wir direkt vor unserer Haustür haben“, sagte Dickes. In einer Zeit, in der häufige Unzufriedenheit dominiere, würden die Kultur- und Weinbotschafter etwas für das Herz der Menschen tun. „Sie machen Gesellschaftspolitik im besten Sinne.“ Dabei sei jeder Botschafter auf seine ganz eigene Weise wichtig. Jeder habe seine persönlichen Lieblingsorte und seine individuelle Art, Menschen für die Region zu begeistern. Genau diese Vielfalt mache den Erfolg aus.

Auch den Wein bezeichnete Dickes als untrennbaren Bestandteil der regionalen Identität. Heimat und Wein gehörten für sie einfach zusammen. Zum Abschluss appellierte sie an die Absolventen: „Tragen Sie unsere Heimat mit Begeisterung nach draußen und geben Sie sich ganz viel Mühe, dass da keiner mehr so rummeckert.“

Weinorden setzt auf enge Zusammenarbeit
Ordensmeisterin Margit Klein-Forster gratulierte den Absolventen im Namen des Weinordens an der Nahe. Wein und Kultur seien untrennbar miteinander verbunden. „Wein ist viel, viel mehr als Alkohol – Wein ist Kulturgut“, betonte sie. Weinorden und Kultur- und Weinbotschafter verfolgten die gleichen Ziele: die Weinkultur der Nahe zu erhalten und möglichst viele Menschen dafür zu begeistern. Sie freute sich besonders über die künftig noch engere Zusammenarbeit beider Organisationen. „Wir haben das gleiche Ziel, wir haben die gleichen Ideen“, sagte Klein-Forster. Den neuen Kultur- und Weinbotschaftern wünschte sie viele spannende Führungen und zahlreiche interessierte Gäste.

Weinland Nahe bietet Unterstützung an
Auch Lara Mindnich, Geschäftsführerin von Weinland Nahe, gratulierte den Absolventen herzlich. Seit den ersten Gesprächen mit den Kultur- und Weinbotschaftern habe sich bereits viel entwickelt. Es seien zahlreiche neue Kontakte entstanden und weitere gemeinsame Projekte geplant. Weinland Nahe wolle die Zusammenarbeit künftig weiter intensivieren und stehe den Kultur- und Weinbotschaftern jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. „Wir arbeiten alle gemeinsam für unsere Region“, betonte Mindnich.

Zertifikate überreicht
Anschließend überreichte Louisa Silberbach vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum gemeinsam mit Uwe Schneider die Zertifikate an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen. Sie dankte für zwei intensive Prüfungstage und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Teilnehmer. „Alle haben etwas dazugelernt. Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg und weiterhin viel Spaß“, sagte sie.

Humorvoller Rückblick sorgt für viele Lacher
Für den unterhaltsamen Abschluss des offiziellen Programms sorgte Teilnehmer Dr. Manuel Lorenz. In einem humorvollen Rückblick ließ er den Ausbildungsweg als „Heldenreise“ mit zahlreichen Limericks, skurrilen Missionen und den anspruchsvollen Prüfungen Revue passieren. Mit viel Wortwitz erinnerte er an Exkursionen, Unterrichtsabende, die schriftliche Prüfung und die mündlichen Führungen. Gleichzeitig bedankte er sich im Namen aller Teilnehmer bei den Referenten, Organisatoren sowie insbesondere bei Bettina Lorenz, Dominik Wohlfarth und dem Vorsitzenden Uwe Schneider für deren großes Engagement. Mit den Worten „Die Kultur- und Weinbotschafter sind keine Insel, sondern Teil eines Netzwerks, das gemeinsam für die Naheregion arbeitet“ beendete Schneider den offiziellen Teil des Abends.

Bei einem Glas Nahewein, einem Imbiss und vielen Gesprächen wurde anschließend auf den erfolgreichen Abschluss und die Zukunft der neuen Kultur- und Weinbotschafter angestoßen.

Zu neuen Kultur- und Weinbotschafter wurden ernannt:
Jutta Arnecke (Bad Kreuznach)
Elisabeth Ebert (Norheim)
Jens Heinrichs (Wallhausen)
Harald Krummenauer (Pfaffen-Schwabenheim)
Dr. Manuel Lorenz (Volxheim)
Andreas Ludwig (Bad Kreuznach)
Anja Peiter (Bad Münster am Stein/Ebernburg)
Hiltrud Schappert (Abtweiler)
Dr. Ulrich Schneider (Bad Kreuznach)
Christine Schulte (Hofheim / Niederhausen)
Hans-Georg Schulte (Hofheim / Niederhausen)
Martin Schwarz (Bad Kreuznach)
Rainer Siebert (Idar-Oberstein)
Hans-Josef Tönges (Hargesheim)
Uschi Trenz (Bad Kreuznach)
Max Wiederspahn (Simmern)


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