FEILBINGERT/REGION. Auch in diesem Sommer breitet sich das gelb blühende Jakobskreuzkraut wieder in der Region aus, weshalb Ortsbürgermeisterin Andrea Silvestri eindringlich auf die damit verbundenen Gefahren hinweist. Eine gute Nachricht gibt es jedoch vorweg: Die konsequente Entfernung der Pflanze entlang des Radweges in Richtung Ebernburg zeigt bereits erfreuliche Erfolge. Dort sind mittlerweile nur noch wenige Exemplare zu finden. Gleichzeitig wird darum gebeten, genauer hinzuschauen: Das ebenfalls gelb blühende Johanniskraut ist ein wertvolles Heilkraut und sollte auf keinen Fall mit dem gefährlichen Jakobskreuzkraut verwechselt werden.
Das Jakobskreuzkraut ist für Mensch und Tier hochgiftig. Besonders Weidetiere wie Pferde, Rinder und Schweine können durch die Aufnahme der Pflanze schwere, oft tödliche Leberschäden erleiden. Als besonders tückisch erweist sich getrocknetes Jakobskreuzkraut im Heu: Während die natürlichen Bitterstoffe, die die Tiere normalerweise instinktiv vom Fressen abhalten, durch die Trocknung verschwinden, bleiben die gefährlichen Giftstoffe vollumfänglich erhalten.
Auch für den Menschen, insbesondere für Kinder, stellt die Pflanze ein Risiko dar – sie sollte weder angefasst noch verzehrt werden. Bürgerinnen und Bürger, die Jakobskreuzkraut auf ihrem eigenen Grundstück entdecken, werden gebeten, dieses möglichst noch vor der Samenbildung mitsamt der Wurzel zu entfernen. Wegen der Giftstoffe wird dabei dringend das Tragen von Handschuhen empfohlen. Zudem gehört die Pflanze nach der Entsorgung ausschließlich in den Restmüll und darf keinesfalls im Biomüll oder im Grünschnittcontainer landen. Nur durch eine weiterhin konsequente Beseitigung lässt sich eine weitere Ausbreitung der Pflanze verhindern und ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Mensch, Tier und Natur leisten.
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