LANGENLONSHEIM. Anwohner der Friedhofstraße und Mitglieder des SPD-Ortsvereins Langenlonsheim-Laubenheim schlagen Alarm: Sie befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es in ihrer Straße zu einem schweren Unfall mit tödlichem Ausgang kommt. Hintergrund der Sorge sind sechs Unfälle in den letzten zwei Jahren, bei denen Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 16 Jahren am Zaun eines Anwohner-Ehepaares mit ihren Zweirädern oder auch Bobbycars zum Stehen kamen.
Besonders seit der Eröffnung des Aktivfeldes an der Schule habe der Verkehr von Kindern und Jugendlichen zugenommen, so die Anwohner bei einem Vor-Ort-Termin mit Nahe News. Da es in der Straße keinen verkehrsberuhigten Bereich gibt, würden Autofahrer oft zu schnell durch die 30er Zone fahren.

„Diese Strecke ist auf 200 Metern ein Risikogebiet Hoch Drei“, betont der SPD-Vorsitzende Christian Wiegand. Die Familie Giske ist besonders betroffen. An ihrem Gartenzaun endeten bereits mehrfach Fahrten von jungen Verkehrsteilnehmern, die von der Gemeindehalle herunterkamen. Die Spuren der Aufpralle sind noch deutlich zu sehen. „Ich habe panische Angst, dass solch ein Unfall einmal tödlich endet“, sagte Sigrid Giske im Gespräch mit Nahe-News.
Christian Wiegand versprach, sich für eine nachhaltige Lösung der Verkehrssicherheit einzusetzen. In jüngster Zeit wurden mit den Anwohnern Ideen eingeholt, um diese in den kommenden Sitzungen zu besprechen.
Seiner Meinung nach wäre die einfachste Lösung die Einführung eines verkehrsberuhigten Bereichs und das Anbringen von Bodenschwellen im Berg. Die Anwohner fragen sich, warum ein verkehrsberuhigter Bereich nicht möglich sei, da es in der benachbarten Oberen Gartenstraße bereits einen solchen Bereich gibt.

Ortsbürgermeister Bernhard Wolf bestätigte gegenüber Nahe-News, dass die Situation seit Langem bekannt sei und bereits mehrfach in den zuständigen Ausschüssen behandelt wurde. Er teilt jedoch die Meinung der Anwohner bezüglich der vorgeschlagenen Maßnahmen nicht. „Zusätzliche Bodenschwellen im Berg werden meiner Meinung nach die Gefahren noch verschärfen, weil diese dann als Rampe dient“, so Wolf. Die Annahme, dass der Verkehr durch die Eröffnung des neuen Aktivfeldes zugenommen habe, wies er zurück. Täglich würden ohnehin Hunderte von Kindern die Kita, Grundschule und Realschule Plus besuchen und dabei auch die Friedhofstraße nutzen. Er äußerte Unverständnis darüber, dass Eltern duldeten, dass ihre Kinder den Berg hinunterrasen.
Das Thema soll in einer der kommenden Bauausschusssitzungen erneut behandelt werden, so Ortsbürgermeister Wolf.
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