Live-Ticker zur Hochwasserkatastrophe

RHEINLAND-PFALZ. Die Hochwasserkatastrophe an der Ahr und in der Eifel beschäftigt seit dem 14. Juli auch die Menschen in der Nahe-Region. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sind vor Ort, um mitzuhelfen. Ab sofort erfahren Sie auf dieser Seite die neuesten Informationen zu der Katastrophe.


Freitag, 23.Juli 2021:

10.10 Uhr
Oberbürgermeister Thomas Feser dankt Privatleuten und Unternehmen für Engagement
BINGEN: „In vielen Gesprächen, Telefonaten, E-Mailanfragen konnte ich erfahren, wie unglaublich groß die Hilfsbereitschaft von Privatleuten und Unternehmen für die Opfer im Katastrophengebiet an der Ahr ist“, zeigte sich Oberbürgermeister Thomas Feser beindruckt und vor allem dankbar. Es sei gut zu erfahren, wie angesichts dieser schrecklichen Katastrophe die Menschen zusammenstehen und einfach, ohne große Organisationsstrukturen, helfen würden. Eine solche große Spenden- und Hilfsbereitschaft habe er in dieser Form noch nicht erlebt, das sei ein ermutigendes Signal für gelebte Solidarität in unserer Gesellschaft.

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Seitens der Stadt Bingen sei schon seit Tagen der Spülwagen der Stadtwerke mit Personal im Katstrophengebiet, um die Aufräumarbeiten zu unterstützen. Für den Wiederaufbau habe Feser mit den Wasserwerkern gesprochen, die sich spontan bereit erklärt hätten, ihre Kompetenz und Arbeitskraft bei der Herstellung der Trinkwasserversorgung einzubringen.

Im Rahmen der Führungsunterstützung waren einzelne Binger Feuerwehrkameraden gleich zu Einsatzbeginn im Ahrtal vor Ort. Aktuell seien die Binger Feuerwehrkräfte in Bereitstellung und die Personal-, sowie Materialvorplanungen abgeschlossen. Sobald die konkrete Anforderung bzw. der konkrete Einsatzauftrag einträfe werde man ausrücken. Mit Blick auf die Feuerwehr wies Feser darauf hin, dass er froh sei im Zuge der Digitalisierung nicht die Sirenen für die Warnung der Bevölkerung abgeschafft und die Probealarme im Stadtgebiet beibehalten habe. Die jetzige Diskussion um die beste Form der Alarmierung, wenn Handy- und Telefonnetze zusammengebrochen sind, zeige das der weitere Einsatz der Sirenen die richtige Entscheidung war.

Der Spülwagen der Stadtwerke im Einsatz in den Dörfern an der Ahr.

Abschließend sei es, nach Auffassung von Thomas Feser, nach so einem großen Schadensereignis an der Zeit, einen Katastrophenfonds einzurichten. „Ich stelle mir vor, das Land stellt einen zweistelligen Millionenbetrag zur Gründung bereit und die Kommunen zahlen jährlich etwa 30 Cent pro Einwohner je Kommune in den Fonds ein. So würde zumindest finanzielle Vorsorge für künftige Ereignisse geschaffen“, hofft der Oberbürgermeister auf die Solidarität der Städte und Gemeinden im Land.


9.15 Uhr
Benefiz-Aktion „Sport hilft“ unterstützt Hochwasseropfer
BAD KREUZNACH. Nach den katastrophalen Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie in anderen Teilen Deutschlands stehen viele Menschen von einem Tag auf den anderen mit leeren Händen da, viele Opfer verloren sogar ihr Leben. Dies motivierte den Fitnessunternehmer Gerhard Merkelbach und sein Team, für Samstag und Sonntag, 31. Juli und 1. August, eine große Benefiz-Aktion zu organisieren. Im Festzelt auf dem hinteren Parkplatz des Fitnesscenters Merkelbach am Schwabenheimer Weg (Zufahrt auch über Industriestraße) sollen am Samstag zwischen 13 und 18 Uhr sowie am Sonntag von 13 bis 17 Uhr viele Angebote zu Sport und Spiel zu finden sein. Zusätzliche Parkplätze stehen bei Blumen Risse zur Verfügung.

Die Aktion findet breite Unterstützung: Der MTV Bad Kreuznach stellt für die Kinder ein kleines Trampolin auf. Der Schützenverein Wonsheim wird zum Bogenschießen und zum Sommerbiathlon mit Lichtgewehrschießen einladen. Weitere Attraktionen sind ín Vorbereitung. Auch der Kellereibedarf Gauch, der Getränkevertrieb Grumbach, Blumen Risse und viele andere Firmen zählen zu den Unterstützern.

Wer möchte, kann die Aktion durch Verzehr von Speisen (auch Grillwürstchen) und Getränken (Wein von Nahewinzern) unterstützen oder eine steuerabzugsfähige Spende auf das Konto überweisen, auf das auch die Einnahmen der Benefizaktion eingezahlt werden sollen: Das Konto heißt „Hochwasserhilfe Eifel” und wurde durch die Verbandsgemeinde Rüdesheim unter der IBAN DE 89 5605 0180 0017 1397 75 bei der Sparkasse Rhein-Nahe eingerichtet. Bürgermeister Markus Lüttger will die Spendengelder an Kollegen im Hochwassergebiet weiterleiten, damit es bei den Bedürftigen unmittelbar eingesetzt werden kann. Sachspenden können beim Aktionstag leider nicht angenommen werden.


9 Uhr
Glocken läuten für Flutopfer
BAD KREUZNACH.
Die verheerende Flutkatastrophe vergangene Woche hat viele Menschenleben gekostet und Existenzen vernichtet. Die Betroffenen brauchen konkrete Unterstützung ebenso wie das Gebet und tröstende Zeichen der Solidarität. Aus diesem Grund folgt das Bistum Trier der Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland: Am Freitag, 23. Juli, um 18 Uhr werden auch in den katholischen Kirchen die Glocken läuten. In Bad Kreuznach wird zum ökumenischen Gebet um 18.05 Uhr in der Pauluskirche eingeladen.


8.30 Uhr
Soonwaldstiftung hilft
REGION. Die Gebiete im nördlichen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stehen nach Überflutung und Katastrophenalarm vor einem großen Trümmerhaufen. Auch die Soonwaldstiftung „Hilfe für Kinder in Not“ will Familien mit Kindern in diesen Gebieten direkt und unbürokratisch helfen. So wie bei anderen Flutkatastrophen in der Vergangenheit, möchten wir auch hier behilflich sein. Viele Sach- und Lebensmittelspenden aus verschiedenen Regionen wurden bereits den Betroffenen übergegeben. Aber genauso wichtig sind auch Geldspenden. Für die Zeit danach, um das unermessliche Leid der Betroffenen aufzufangen und nur ansatzweise auszugleichen.

Stefan Bockelmann, Botschafter der guten Taten von Förderverein Lützelsoon e.V. und Soonwaldstiftung meldete sich bei dem Vorsitzenden Herbert Wirzius und bat um Hilfe, da er selbst, nahe bei den betroffenen Regionen lebt und sieht wo Hilfe benötigt wird, weshalb die Soonwaldstiftung nun zu Spenden aufruft.

Das Leid ist unendlich und die psychische Belastung immens. Das alles ist kaum in Worte zu fassen. Genauso geht es den Menschen in den betroffenen Gemeinden. Wir möchten in Zusammenarbeit mit Betroffenen vor Ort, gezielt Familien mit Kindern unterstützen. Unzählige Einsatzkräfte und freiwillige Helfer sind seit Tagen im Einsatz. Die Soonwaldstiftung „Hilfe für Kinder in Not“, hat sich bereit erklärt, die Spendentrommel für Leidtragende zu rühren. Wenn auch Sie unterstützen möchten, können Sie auf das folgende Konto spenden:

Spendenkonto Soonwaldstiftung „Hilfe für Kinder in Not“
IBAN:   DE28 5625 0030 0001 1447 82
BIC:      BILADE55XXX
Kennwort: Flutkatastrophe


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8 Uhr
Ökumenisches Gebet zur Flutkatastrophe
BAD SOBERNHEIM.
Mit Glockengeläut laden die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Bad Sobernheim am Freitag, 23. Juli, 18 Uhr, zu einem ökumenischen Gebet zur Flutkatastrophe ein. Pfarrer Christian Wenzel und Diakon Joachim Höhn gestalten die Andacht in der evangelischen Matthiaskirche gemeinsam. Die beiden Kirchengemeinden folgen damit einem Aufruf zum landesweiten ökumenischen Gebet und Glockenläuten aus Anlass des verheerenden Hochwassers in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Neben seelsorgerlichen Hilfsangeboten und kirchlichen Spendenaktionen wollen sie damit öffentlich ein Zeichen des Zusammenhalts und des göttlichen Beistands setzen.


Donnerstag, 22.Juli

15 Uhr:
Landkreis Mainz-Bingen ruft zu Geldspenden für Hochwasser-Betroffene auf
KREIS MAINZ-BINGEN.
Überflutungen, vollgelaufene Keller, zerstörte Häuser: Das Hochwasser hat viele Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schwer getroffen und enorme Schäden hinterlassen. Um eine Unterstützung zu leisten, ruft der Landkreis Mainz-Bingen daher die Bürgerinnen und Bürger auf, sich mit einer Geldspende für die Wiederherstellung der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten zu beteiligen.

„Die Situation ist äußerst verheerend. Viele Menschen stehen vor dem Nichts und sind auf die Solidarität anderer angewiesen. Auch wir als Landkreis versuchen überall dort zu unterstützen, wo unsere Hilfe benötigt wird“, so Landrätin Dorothea Schäfer. Der Kreis Mainz-Bingen stellt dafür in einem ersten Schritt eine Sofort-Hilfe in Höhe von 50.000 Euro für die Katastrophengebiete bereit. Langfristig soll es weitere Unterstützungsmöglichkeiten geben.

Unzählige Bürgerinnen und Bürger wollen darüber hinaus helfen und haben deshalb bereits Sachspenden abgegeben. Da die Aufnahmekapazitäten jedoch vielerorts bereits erschöpft sind und zurzeit noch kein spezielles Abrufsystem etabliert ist, wird darum gebeten, vorerst keine weiteren Sachspenden abzugeben. „Momentan sind vor allem Geldspenden für die Betroffenen wichtig. Jeder Beitrag hilft, die Not der Menschen ein Stück weit zu lindern“, so der Erste Kreisbeigeordnete Steffen Wolf.

In Bezug auf die Spendenkonten folgt der Landkreis Mainz-Bingen einem Aufruf des Landkreistages Rheinland-Pfalz. Die entsprechenden Konten sind auf der Homepage des Kreises unter www.mainz-bingen.de zu finden.


14.35 Uhr
Kreisverwaltung stellt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Einsatz im Katastrophengebiet frei
KREIS BAD KREUZNACH.
Landrätin Dickes hat in einem Mitarbeiterbrief alle Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung aufgerufen, zur Bewältigung der Katastrophe im nördlichen Rheinland-Pfalz mit beizutragen. Bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes des Unwetters waren schon einige Bedienstete im Katastrophengebiet über verschiedene Hilfsorganisationen des Landkreises Bad Kreuznach im Einsatz.

„Da zu erwarten ist, dass auch weiterhin Personal der Hilfsorganisationen vor Ort benötigt wird, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einer Hilfsorganisation angehören, für die Dauer der Einsätze im Katastrophengebiet vom Dienst freigestellt“, teilt Dickes mit.

Weiterhin appelliert die Landrätin an alle Betriebe im Kreisgebiet: „Bitte zeigen auch Sie sich, wenn möglich, solidarisch und stellen Sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den verschiedenen Hilfsorganisationen engagieren, frei, um bei der Bewältigung dieser Katastrophe ungeahnten Ausmaßes zu helfen! der Dienstausfall wird selbstverständlich erstattet.“

Für das bereits geleistete und noch zu leistende Engagement im Krisengebiet bedankt sich Dickes bereits jetzt bei allen Helferinnen und Helfern!



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