BAD KREUZNACH. Bei mehreren Verkehrskontrollen am Wochenende hat die Polizei in Bad Kreuznach zwei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die im Verdacht stehen, unter Drogeneinfluss gefahren zu sein. Darüber hinaus überprüften die Beamten zahlreiche E-Scooter im Bereich zweier Schulen. Während bei den Elektrorollern keine Verstöße festgestellt wurden, mussten einige Autofahrer wegen Verkehrsverstößen beanstandet werden.
Am Sonntagabend, 1. November, richtete die Polizei in der Richard-Wagner-Straße eine Kontrollstelle ein. Gegen 19 Uhr überprüften die Beamten einen 43-jährigen Fahrer eines Opel Corsa. Bereits beim ersten Kontakt bemerkten sie starken Cannabisgeruch aus dem Fahrzeug. Zudem hatte der Mann Schwierigkeiten, dem Gespräch zu folgen, und musste mehrfach aufgefordert werden, sich auszuweisen.
Bei freiwilligen Fahrtüchtigkeitstests zeigten sich weitere Auffälligkeiten. Ein anschließender Urintest reagierte positiv auf Cannabis und Opiate. Dem 43-Jährigen wurde auf der Polizeidienststelle eine Blutprobe entnommen. Die Weiterfahrt wurde untersagt und der Fahrzeugschlüssel seinem Sohn übergeben. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Nur wenige Stunden später, am Montag gegen 0.15 Uhr, kontrollierten Polizisten im Stadtgebiet einen 20-jährigen Opel-Fahrer aus dem Landkreis Mainz-Bingen. Auch in diesem Fall nahmen die Einsatzkräfte deutlichen Cannabisgeruch wahr. Weitere Tests erhärteten den Verdacht auf Drogenkonsum, ein Schnelltest reagierte positiv auf THC. Der junge Mann musste ebenfalls eine Blutprobe abgeben. Sein Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt.
In beiden Fällen stehen die Ergebnisse der Blutuntersuchungen noch aus. Die Polizei kündigte an, ihre Kontrollen fortzusetzen, um Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss frühzeitig zu unterbinden.
E-Scooter-Kontrollen an Schulen ohne Beanstandungen
Bereits am Freitagmorgen, 30. Oktober, hatte die Polizei gezielt E-Scooter im Umfeld der Crucenia Realschule plus und der Dr.-Martin-Luther-King-Grundschule kontrolliert. Hintergrund waren zunehmende Unfälle mit Elektrorollern sowie Beschwerden aus der Bevölkerung über rücksichtsloses Fahrverhalten.
Die Bilanz fiel positiv aus: Keiner der überprüften E-Scooter wies technische Mängel oder andere Auffälligkeiten auf. Auch Hinweise auf mögliche Diebstähle ergaben sich nicht. Die Beamten nutzten die Kontrollen, um die Fahrer für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Besonders warnten sie vor technischen Veränderungen, mit denen die zulässige Höchstgeschwindigkeit erhöht wird.
Zusätzlich überprüften die Polizisten mehrere Autofahrer. Dabei stellten sie kleinere Verstöße fest, darunter das Nichtmitführen des Führerscheins sowie mehrere Missachtungen des Durchfahrtsverbots im Bereich der Dr.-Martin-Luther-King-Grundschule. Die Verstöße wurden entsprechend geahndet.







