TRAISEN. Trotz erneuter Knallgeräusche in der vergangenen Nacht bleibt die Lage im Waldbrandgebiet am Rotenfels weiterhin unter Kontrolle. Nach Angaben der Einsatzleitung besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Eine erneute Evakuierung oder eine Sperrung der Landesstraße 236 ist nach der aktuellen Lageeinschätzung nicht erforderlich.
Die Knallgeräusche sind auf die weiterhin bestehende Gefahr durch Munitionsreste im betroffenen Waldgebiet zurückzuführen. Aus Sicherheitsgründen bleibt das gesamte Waldgebiet weiterhin großräumig abgesperrt und darf nicht betreten werden.
Im Laufe des heutigen Dienstags, 30. Juni, wollen die Einsatzkräfte die aktiven Brandbekämpfungsmaßnahmen in Bereichen mit geringem Risiko fortsetzen. Dies ist möglich, da die Brandflächen in den munitionsbelasteten Bereichen inzwischen größtenteils abgekühlt sind.

Landrätin Bettina Dickes machte jedoch deutlich, dass die Gefahr noch nicht vollständig gebannt ist. „Es ist keine Feuer mehr zu sehen, aber immer noch Glutnester“, erklärte sie im Gespräch mit Nahe New bei einem Lageupdate.
Auch der Löschroboter „Superwolf“, der gestern wertvolle Unterstützung bei der Brandbekämpfung im gefährlichen Gelände geleistet hatte, wird das Einsatzgebiet verlassen. Mit einem Augenzwinkern sagte Dickes: „Der Superroboter Wolf tritt heute seine Heimreise nach Vechta an, aber seine zwei kleinen Wolfskinder werden hierbleiben.“
Die beiden kleineren Löschroboter sollen die Feuerwehr weiterhin bei den Löscharbeiten in den schwer zugänglichen und munitionsbelasteten Bereichen unterstützen. Die Einsatzkräfte rechnen damit, dass sich die Nachlöscharbeiten noch über einen längeren Zeitraum hinziehen werden.





