Es gibt Tage, an denen Worte allein kaum ausreichen, um Dankbarkeit auszudrücken. Der Waldbrand in der Verbandsgemeinde Rüdesheim bei Traisen ist so ein Tag. Während viele Menschen bei Temperaturen von weit über 40 Grad den Schatten oder ein kühles Getränk suchten, ziehen mehr als 600 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ihre schwere Schutzkleidung an und kämpfen gegen die Flammen.

Wer einmal eine Feuerwehr-Einsatzjacke getragen hat, kann erahnen, welche körperliche Höchstleistung hinter einem solchen Einsatz steckt. Helm, Stiefel, Handschuhe und die schwere Kleidung schützen zwar vor den Flammen, machen die Arbeit bei extremer Hitze aber zu einer enormen Belastung. Jeder Schritt kostet Kraft, jeder Löschangriff verlangt höchste Konzentration. Trotzdem denken die Einsatzkräfte nicht zuerst an sich selbst – sondern daran, Menschen, Tiere und unsere Natur zu schützen.

Dabei darf man eines nie vergessen: Die meisten dieser Frauen und Männer sind keine Berufsfeuerwehrleute. Sie leisten ihren Dienst ehrenamtlich. Sie verlassen ihre Familien, ihren Grillabend, ihre Freizeit oder sogar ihre Arbeit, sobald der Meldeempfänger Alarm schlägt. Sie fragen nicht, wie lange der Einsatz dauert oder wie heiß es wird. Sie fahren los, weil andere ihre Hilfe brauchen.
Gerade in Zeiten, in denen Einsatzkräfte immer häufiger beleidigt oder sogar angegriffen werden, sollte dieser Waldbrand allen eine Mahnung sein. Wer Feuerwehrleute beschimpft oder ihre Arbeit behindert, sollte sich fragen, wer wohl kommt, wenn das eigene Haus brennt oder ein Angehöriger in Not gerät.

pendelte mit dem Fahrrad zwischen seiner Gemeinde und der Einsatzleitung in Hüffelsheim.
Der Einsatz bei Traisen zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar unsere Freiwilligen Feuerwehren sind. Ohne ihren Mut, ihre Ausbildung und ihre Einsatzbereitschaft wären Brände wie dieser kaum zu bewältigen. Sie sind das Rückgrat unserer Sicherheit, und das rund um die Uhr.
Deshalb ist heute vor allem eines angebracht: Respekt. Respekt vor Menschen, die bei glühender Hitze an ihre körperlichen Grenzen gehen, um andere zu schützen. Ihnen gilt unser aufrichtiger Dank.
Chapeau an alle Einsatzkräfte. Was sie seit drei Tagen leisten, verdient höchste Anerkennung und unseren größten Respekt.





