StartBlaulicht ReportLöschroboter bei Waldbrand im Einsatz – Ministerpräsident Schnieder besuchte Einsatzstelle

Löschroboter bei Waldbrand im Einsatz – Ministerpräsident Schnieder besuchte Einsatzstelle

TRAISEN. Im Kampf gegen den verheerenden Waldbrand am Rotenfels gibt es am Montag vorsichtigen Optimismus. „Die Einsatzmaßnahmen der vergangenen Nacht zeigen Wirkung“, erklärte Einsatzleiter Alexander Roßkopf nach der ersten Lagebesprechung am Morgen. Auch der in der Nacht eingesetzte Regen habe die Dynamik des Feuers positiv beeinflusst.

Nach Angaben der Einsatzleitung konnte sich der Brand aufgrund der in den vergangenen Stunden angelegten Brandschneisen sowie der eingesetzten Kreisregner nicht weiter ausbreiten. Dennoch bleibt die Lage weiterhin angespannt. Da in dem betroffenen Waldgebiet Kampfmittel aus früheren Zeiten vermutet werden und Explosionen nicht ausgeschlossen werden können, können die Einsatzkräfte die gefährdeten Bereiche bislang nicht betreten.

Um auch dort eine wirksame Brandbekämpfung zu ermöglichen, trafen am Montagvormittag drei Löschroboter darunter auch der „Superwolf“ aus Vechta an der Einsatzstelle ein. Die ferngesteuerten Spezialfahrzeuge sollen in das Waldstück vordringen und dort gezielt Brandherde bekämpfen, ohne Feuerwehrleute einer möglichen Explosionsgefahr auszusetzen. Dier Superwolf verfügt über eine Reichweite von bis zu 80 Metern und kann bis zu 2.500 Liter Wasser pro Minute abgeben. Dadurch können auch Bereiche erreicht werden, die für die Einsatzkräfte derzeit zu gefährlich sind.

Foto: Bettina Dickes


Einen spontanen Besuch stattete am Vormittag auch Ministerpräsident Gordon Schnieder der Einsatzstelle ab. Er informierte sich bei der Einsatzleitung über die aktuelle Lage, ließ sich die bisherigen Maßnahmen erläutern und sprach den Einsatzkräften seinen Dank für ihren außergewöhnlichen Einsatz aus.

Derzeit sind rund 600 Einsatzkräfte am Rotenfels im Einsatz. Die Technische Einsatzleitung des Landkreises koordiniert die Arbeiten in insgesamt vier Einsatzabschnitten. Unterstützung erhält der Landkreis von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem gesamten Bundesland. Bereits am Samstag wurden die Waldbrandzüge der überörtlichen Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz in den Einsatzraum verlegt. Darüber hinaus unterstützen Spezialeinheiten für die Waldbrandbekämpfung die umfangreichen Löscharbeiten.

Der Bereich rund um das Einsatzgebiet bleibt weiterhin großräumig abgesperrt. Aufgrund der anhaltenden Brandentwicklung kann die Ortsgemeinde Traisen weiterhin nicht freigegeben werden. Die vollständige Evakuierung der rund 650 Einwohnerinnen und Einwohner bleibt bestehen. Die Polizei führt regelmäßig Streifenfahrten durch die evakuierte Ortsgemeinde durch. Nach Angaben der Einsatzleitung besteht derzeit keine Gefahr für Hab und Gut.
Wie lange die Einsatzmaßnahmen noch andauern werden, lässt sich derzeit nicht abschätzen.


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