BAD KREUZNACH. Es sind Szenen, die fassungslos machen: Trotz Bauzaun und Videoüberwachung kam es am Dienstagmorgen, den 21. April, am Naheradweg in Fahrtrichtung Pfingstwiese zu einer grausamen Attacke auf eine brütende Schwanenfamilie.
Der Vorfall ereignete sich in einem kurzen Zeitfenster zwischen 8:35 Uhr und 8:45 Uhr. Wie die Naturschutzgruppe Nahe mitteilt, verschaffte sich der Täter Zutritt zu dem eigentlich gesicherten Bereich. Mit einem Stock bewaffnet attackierte er die Schwanendame direkt auf ihrem Nest und zerstörte zwei der Eier.

Besonders tragisch: Die Schwanenkinder waren bereits voll entwickelt und wären in etwa einer Woche geschlüpft. Durch die mutwillige Beschädigung der Eier wurden die ungeborenen Jungtiere nicht sofort getötet. Laut Angaben der Naturschützer mussten sie einen etwa 15-minütigen Todeskampf erleiden, bevor sie verendeten. Die Schwanenmutter blieb physisch zwar verschont, zeigt sich seit dem Angriff jedoch massiv verängstigt und verstört.
Bereits im vergangenen Jahr wurde das komplette Gelege einer Schwanenfamilie an der Nahe ausgelöscht. Die Naturschutzgruppe hatte daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen mit Zäunen und Kameras erhöht – doch die kriminelle Energie des Täters war diesmal stärker.


Zeugen gesucht: Wer hat etwas gesehen?
Angesichts der Brut- und Setzzeit bittet die Naturschutzgruppe Nahe alle Spaziergänger, Radfahrer und Naturfreunde um erhöhte Aufmerksamkeit. „Wir hoffen, dass solche gemeinen Angriffe künftig durch die Wachsamkeit der Bürger verhindert werden können“, so ein Sprecherin der Gruppe.
Die Naturschutzgruppe bittet die Bevölkerung dringend um Mithilfe. Wer am Dienstagmorgen, 21. April verdächtige Beobachtungen am Naheradweg gemacht hat oder Hinweise zum Täter geben kann, wird gebeten, sich unter den folgenden Rufnummern zu melden: 0176 / 96103076 oder 0157 / 50158088
Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um diesen Akt sinnloser Grausamkeit aufzuklären.
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