StartNachrichtenKreis Bad KreuznachTag des offenen Denkmals in Bad Sobernheim ein voller Erfolg

Tag des offenen Denkmals in Bad Sobernheim ein voller Erfolg

75 Teilnehmende entdecken drei Jahrhunderte der Stadtgeschichte
BAD SOBERNHEIM.
Der Tag des offenen Denkmals stand in Bad Sobernheim ganz im Zeichen des Mottos „wertvoll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ – und wurde zum Publikumsmagneten: 75 Interessierte nahmen an der zweistündigen Stadtführung des Heimatmuseums Bad Sobernheim teil und besuchten drei stadtbildprägende Denkmäler aus verschiedenen Zeiten.

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Unter der Leitung der Stadtführer Hermann Zauner und Gernot Schauß startete der Rundgang um 15 Uhr am Marktplatz. Erste Station war die ehemalige Marum-Strumpffabrik (Baujahr 1875), in der Roland Ruegenberg die behutsame Transformation des Industriedenkmals erläuterte – heute Sitz der Roland Ruegenberg-GmbH und damit dem Unternehmertum treu geblieben. Am Russischen Hof (Jahreszahl 1597 gesichert) gewährten Frau Hotz und Herr Cordes einen seltenen Einblick in Baugeschichte und Sanierung eines wohl ehemals adeligen Hofes. Den Abschluss bildete die Disibodenberger Kapelle (spätes 14./frühes 15. Jahrhundert), die heute als Brauerei und Gastronomie öffentlich erlebbar ist; Gerald Müller, 2. Vorsitzender des Fördervereins der Disibodenberger Kapelle komplettierte den Denkmaltag mit einer abschließenden Kurzführung durch die Kapelle.

„Baukultur und der Erhalt von Denkmälern ist für eine Stadt keine Kulisse, sondern Haltung.
Sie zeigt sich daran, wie wir mit dem Vorhandenen umgehen: bewahren, wo es trägt, erneuern, wo es nützt, hinzufügen, wo es Sinn stiftet. Genau das wurde heute an allen drei Stationen spürbar und zeigt, wie wichtig es ist, dass Menschen den Mut haben, Verantwortung für die Baudenkmäler der Felkestadt zu übernehmen.“, so Anke Wiechert, die Leiterin des Heimatmuseums.

Denkmalgeschützte Häuser sind stadtbildprägende Anker. Sie geben Straßen ihr Gesicht, stiften Identität und machen Geschichte vor Ort erfahrbar. Gute Denkmalpflege bedeutet dabei achtsame Weiterentwicklung – im Respekt vor Originalsubstanz und Ensemblewirkung und mit einer heutigen Nutzung, die Orte lebendig hält: Industriearchitektur, privates Wohnhaus und sakraler Bau zeigen das Spektrum.

Bad Sobernheim nimmt seit 2014 am Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“ von Bund und Land teil. Das Programm unterstützt private Eigentümer ebenso wie die Stadt bei der Sanierung historischer Bausubstanz. Ohne diese Förderung wäre ein Erhalt an vielen Stellen nicht realisierbar.

Auch das persönliche Gespräch kam nicht zu kurz: Viele Fragen an die Eigentümerinnen und Eigentümer sorgten für lebendige Einblicke in Motivation, Herausforderungen und Lösungen der Denkmalpflege.

Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Es ist großartig, hinter Türen schauen zu dürfen, die sonst geschlossen bleiben – und direkt mit den Menschen zu sprechen, die diese Denkmäler mit so viel Herzblut erhalten.“

Das Heimatmuseum dankt Roland Ruegenberg, Frau Hotz & Herrn Cordes, Gerald Müller vom Förderverein der Disibodenberger Kapelle e.V. sowie den Stadtführern Hermann Zauner und Gernot Schauß – und allen Teilnehmenden für ihr großes Interesse.


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