Büdesheimer Rathausplatz soll nach Seppel Götze benannt werden
BINGEN-BÜDESHEIM. Das 25. Frühlingsfest in Büdesheim wird in Erinnerung bleiben – nicht nur als stimmungsvolles Jubiläumsfest, sondern auch als Bühne für eine Ankündigung, die viele Besucherinnen und Besucher sichtlich bewegte: Oberbürgermeister Thomas Feser gab bekannt, dass der Rathausplatz in Büdesheim künftig den Namen Seppel Götze Platz tragen soll – als Würdigung eines Mannes, der seiner Heimatstadt über Jahr-
zehnte hinweg in außergewöhnlicher Weise gedient hat.
Dass dieser besondere Moment überhaupt möglich wurde, verdankt Büdesheim Michael Porr, dem Vorsitzenden des Ortsvereinsrings. Er war es, der die Idee einer Umbenennung beim Weihnachtsmarkt ins Gespräch brachte – und Oberbürgermeister Feser brauchte nicht lange, um sich zu entscheiden. „Ich habe nicht lange überlegen müssen“, bekannte das Binger Stadtoberhaupt beim Fest mit einem Lächeln. Am 28. April wird sich der Stadtrat mit dem Beschluss zur offiziellen Umbenennung befassen – doch der herzliche Applaus beim Frühlingsfest ließ wenig Zweifel daran, wie die Büdesheimerinnen und Büdesheimer dazu stehen.
Ein Platz mit Geschichte
Der Rathausplatz ist das Herz von Büdesheim – ein Ort, an dem Nachbarschaft nicht nur ein schönes Wort ist, sondern täglich gelebt wird. Dass er heute so lebendig und einladend ist, hat viel mit einem Mann zu tun, dessen Name ihm bald offiziell verliehen werden soll: Seppel Götze war bereits bei der ersten Umgestaltung des Ortsmittelpunktes treibende Kraft – voller Ideen, Energie und dem unbedingten Willen, seiner Heimatstadt etwas Bleibendes zu hinterlassen. Zuletzt erfuhr der Platz im Zuge der Rathausrenovierung eine weitere Aufwertung – mit einem Ergebnis, das für sich spricht.
Ein Leben für die Gemeinschaft
Seppel Götzes Engagement beschränkte sich dabei nie auf einen einzigen Ort. Seine jahrzehntelange Arbeit im Rat der Stadt Bingen – viele Jahre davon als Fraktionsvorsitzender der SPD – hat tiefe Spuren hinterlassen. Von 1984 bis 1997 wirkte
er als ehrenamtlicher Beigeordneter für Sport, Tourismus, internationale Partnerschaften sowie Jugend und Soziales. In diese Zeit fallen wegweisende Projekte: der Bau des Rheintal-Kongress-Zentrums, die Sponsheimer Mehrzweckhalle, das Haus der Jugend in der Rheinstraße, das Jugendzentrum in Selbstverwaltung – und die Neuausrichtung des Binger Winzerfestes. Sein Einsatz reichte weit darüber hinaus: bei der Arbeiterwohlfahrt, in der Prüfungskommission der IHK, als Schöffe vor Gericht und fünf Jahre lang im Kreistag Mainz-Bingen. 2017 würdigte der Staat dieses außergewöhnliche Lebenswerk mit dem
Bundesverdienstkreuz am Bande.
Ein festlicher und verdienter Rahmen
Kaum ein Ort hätte besser gepasst als das Jubiläums-Frühlingsfest, um Seppel Götze diesen Dank auszusprechen. Umgeben von Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunden, Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern erlebte Büdesheim einen Moment, der weit über das Fest hinauswirkt – und der einem Mann gilt, dessen Handschrift die Stadt bis heute trägt. Bald wird auch sein Name es tun.
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