StartNachrichtenKreis Bad KreuznachErhöhte Gefahr in der Dämmerung: LKA gibt Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen

Erhöhte Gefahr in der Dämmerung: LKA gibt Tipps zur Vermeidung von Wildunfällen

REGION. Mit dem Beginn des Herbstes steigt auf den Straßen in Rheinland-Pfalz das Risiko von Wildunfällen wieder spürbar an. Wildtiere können jederzeit völlig unvermittelt auf die Fahrbahn laufen. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA-RP) weist darauf hin, dass die Tiere besonders in den Morgen- und Abendstunden aktiv sind – also genau zu den Zeiten, in denen der Berufsverkehr am stärksten ist. Dementsprechend hoch ist die Unfallgefahr: Allein im vergangenen Jahr 2025 registrierte die Polizei im Land mehr als 22.000 Verkehrsunfälle, die durch Wildtiere verursacht wurden.

Vor allem bei Fahrten durch bewaldete Gebiete oder entlang von Feldern ist derzeit höchste Aufmerksamkeit gefordert. Das LKA rät allen Verkehrsteilnehmern dringend dazu, die Geschwindigkeit bei schlechter Sicht, in der Dämmerung sowie während der Nacht deutlich zu reduzieren und jederzeit bremsbereit zu sein. Warnschilder, die auf möglichen Wildwechsel hinweisen, sollten keinesfalls ignoriert werden, da sie an Stellen stehen, an denen Tiere besonders häufig die Straße kreuzen. Wer unterwegs ist, sollte den Straßenrand aufmerksam im Blick behalten, denn aufleuchtende, reflektierende Augen sind oft ein erstes Warnzeichen für ein Tier in unmittelbarer Fahrbahnnähe.

Taucht plötzlich ein Tier vor dem Fahrzeug auf, kommt es auf das richtige Handeln an. In diesem Fall gilt es, sofort kontrolliert abzubremsen, das Fernlicht abzublenden und das Tier durch Hupen zu vertreiben. Autofahrer sollten keinesfalls darauf vertrauen, dass das Wild stehen bleibt oder von selbst umkehrt. Zudem muss stets mit Nachzüglern gerechnet werden, da Wildtiere selten allein unterwegs sind. Ausdrücklich warnt das Landeskriminalamt vor unkontrollierten Ausweichmanövern. Ein abruptes Ausweichen birgt die große Gefahr, mit dem Gegenverkehr zusammenzustoßen oder gegen einen Baum zu prallen. Ein geradliniges, kontrolliertes Abbremsen ist in den meisten Situationen das sicherste Mittel.

Kommt es dennoch zu einer Kollision, ist besonnenes Handeln entscheidend. Zunächst muss die Unfallstelle umgehend gesichert werden: Die Warnblinkanlage ist einzuschalten, die Warnweste anzuziehen und das Warndreieck mit ausreichendem Abstand aufzustellen. Danach sollten sich die Insassen an einen sicheren Ort abseits der Fahrbahn begeben. Sind Personen verletzt, muss unverzüglich unter der Notrufnummer 112 Hilfe geholt und Erste Hilfe geleistet werden, wobei stets auf den Eigenschutz zu achten ist.


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