OKLAHOMA CITY / BAD KREUZNACH. Große Ehre für die Region und den deutschen Kanusport: Bei der feierlichen, zweistündigen Eröffnungsfeier der Weltmeisterschaften im Kanuslalom und Kajak-Cross im US-amerikanischen Oklahoma City durfte Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach die deutsche Fahne tragen. Gemeinsam mit dem Augsburger Sideris Tasiadis, ebenfalls zweimaliger Olympia-Medaillengewinner, führte die Tokio-Olympiasiegerin das Nationalteam in die Arena. Der Austragungsort hat Symbolcharakter, denn genau hier werden 2028 auch die olympischen Wettbewerbe ausgetragen.
Lange Verschnaufpausen gibt es nach der Eröffnung nicht: Bereits am heutigen Montag starten die Wettkämpfe, und es geht direkt um Edelmetall. Auf dem Programm stehen die packenden Entscheidungen im Kajak-Cross Individual – den sogenannten Time Trials (Einzelzeitfahren) – der Damen und Herren. Dieses Zeitfahren hat es in sich: Neben den ersten WM-Medaillen geht es hierbei vor allem um die begehrte Qualifikation für die spektakulären Kopf-an-Kopf-Rennen, die traditionell am letzten Wettkampftag ausgetragen werden.
Die Strecke in Oklahoma City (OKC) hält für die Athletinnen und Athleten eine technische Besonderheit bereit: Die Startrampe im Kajak-Cross ist rund einen halben Meter höher als an anderen weltweiten Austragungsorten, zudem variiert der Neigungswinkel. Zwar gleiten die Boote dadurch etwas langsamer ins Wasser, der Aufprall und der veränderte Winkel stellen jedoch eine enorme physische und mentale Herausforderung für die Crosser dar.
Austragungsort ist die moderne „RIVERSPORT“-Strecke, die verkehrsgünstig direkt in der Innenstadt von Oklahoma City und nur wenige Gehminuten vom bekannten Vergnügungsviertel Bricktown entfernt liegt. Die 2016 erbaute Anlage hat sich bereits als Austragungsort zahlreicher internationaler Top-Events bewiesen – darunter die Olympia-Qualifikationen der USA und Kanadas sowie das ICF-Weltranglisten-Event im vergangenen Jahr.
Die Strecke fordert den Sportlern alles ab: Auf einer Länge von 305 Metern weist sie ein Gefälle von 5,1 Metern vom Start bis ins Ziel auf. Pro Sekunde schießen stolze zehn Kubikmeter Wasser durch den Kanal – beste Voraussetzungen also für hochspannende und spektakuläre Wettkämpfe, bei denen die Daumen in der Heimat fest für Ricarda Funk gedrückt sind.
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