StartNachrichtenKreis Bad KreuznachMedaillenregen in der Hitze von Hamburg: Sportclub Rhein-Nahe glänzte auf internationaler Bühne

Medaillenregen in der Hitze von Hamburg: Sportclub Rhein-Nahe glänzte auf internationaler Bühne

HAMBURG/REGION. Der Sportclub Rhein-Nahe ist mit einer beeindruckenden Medaillenausbeute vom internationalen Kickboxturnier „Battle of Hamburg“ zurückgekehrt. Mit nur zwei aktiven Kämpfern im Rennen erreichte das kleine Team einen hervorragenden 19. Platz in der Gesamten Vereinswertung – und das bei einem hochklassig besetzten Feld von insgesamt 481 Athletinnen und Athleten aus fünf Nationen, die mit 716 Starts für 63 Vereine an den Start gingen.

Bereits freitags machte sich die Delegation mit Kampfrichter Caner Demir, Coach Dirk Pekrul sowie Coach und Athletin Theresa Pekrul und Nachwuchskämpfer Max Berg auf den Weg in die Hansestadt. Schon beim offiziellen Wiegen in der CU Arena wurde allen Beteiligten klar, dass die anstehenden Wettkämpfe nicht nur sportlich eine enorme Herausforderung werden würden: Die Halle war nicht klimatisiert, während draußen die höchsten Temperaturen gemessen wurden, die laut Wetteraufzeichnungen jemals zu dieser Jahreszeit registriert wurden.

Den sportlichen Auftakt machte Theresa Pekrul aus Münster-Sarmsheim im prestigeträchtigen Grand Champion Wettbewerb, bei dem Athletinnen aller Gewichtsklassen gegeneinander antreten dürfen. Nach einem souveränen 7:1-Auftaktsieg gegen Yasmin Khudya setzte sie sich im Halbfinale auch gegen die deutlich schwerere Selin Güler (+70 kg) taktisch klug mit 5:4 durch. Erst im Finale musste sie sich der Weltklasseathletin Stefanie Megerle geschlagen geben und sicherte sich damit die erste Silbermedaille des Tages.

Anschließend betrat der erst 15-jährige Max Berg aus Bad Münster am Stein-Ebernburg die Matte. Im Lightcontact der Junioren (bis 79 Kilogramm) überzeugte er auf ganzer Linie und entschied das Finale gegen Kirill Kvochko souverän für sich. Der verdiente Lohn: Gold!

Da in seiner eigentlichen Altersklasse keine weiteren Gegner mehr zur Verfügung standen, startete der junge Sportler kurzerhand zusätzlich bei den Erwachsenen. Auch hier zeigte er sich unbeeindruckt, bezwang Jan Wiese eindrucksvoll und zog erneut ins Finale ein. Aufgrund von leichten Beschwerden am Schienbein entschied Coach Dirk Pekrul hier jedoch, kein gesundheitliches Risiko einzugehen, und nahm seinen Schützling vorsorglich aus dem Endkampf. Max nahm somit stolz eine weitere Silbermedaille mit nach Hause.

Für Theresa Pekrul wurde es im weiteren Verlauf des Turniers besonders stressig. Ihre Einsätze im Pointfighting und Lightcontact fanden fast zeitgleich auf unterschiedlichen Matten statt. Bei Temperaturen, die selbst außerhalb der Halle kaum auszuhalten waren, musste sie permanent zwischen den Kampfflächen wechseln.

Doch die Hitze schien ihren Siegeswillen nur anzustacheln: Im Pointfighting der Klasse bis 60 Kilogramm ließ sie ihren Gegnerinnen keine Chance. Sowohl Sophie Finsterwalder als auch Beyza Gülgör besiegte sie jeweils vorzeitig durch technischen K.o. und holte sich die Goldmedaille. Kaum abgekühlt, dominierte sie auch das Teilnehmerfeld im Lightcontact (bis 60 kg). Nach einem weiteren vorzeitigen K.o.-Sieg gegen Stina Junge ließ sie auch Lotte von Cyrson im Finale beim klaren 3:0-Erfolg keine Chance und feierte ihr zweites Gold des Tages.

Ein besonderes Lob der Teamkollegen ging an Kampfrichter Caner Demir. Trotz der extremen Hallentemperaturen stand er den gesamten Wettkampftag von morgens bis abends auf der Matte und blieb dabei stets hochkonzentriert, freundlich und gut gelaunt.

Coach Dirk Pekrul zog nach dem Turnier ein hochzufriedenes Fazit: „Die Leistungen unserer beiden Athleten waren unter diesen extremen Bedingungen außergewöhnlich. Den ganzen Tag bei dieser Hitze Höchstleistungen abzurufen und am Ende mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen nach Hause zu fahren, verdient größten Respekt.“

Nach diesem Kraftakt gönnt sich das erfolgreiche Team nun eine kurze, wohlverdiente Wettkampfpause. Lange ausruhen ist jedoch nicht angesagt: Ende August steht mit dem World Cup in Budapest bereits das nächste internationale Highlight auf dem Programm.

Wer Theresa Pekrul und die weiteren Leistungssportler des Sportclubs Rhein-Nahe e.V. auf ihrem langfristigen Weg zu den World Games 2029 in Karlsruhe unterstützen möchte, findet auf der Vereinshomepage unter www.sportclub-rhein-nahe.de die Möglichkeit, den Leistungssport im Verein mit einer Spende zu fördern.


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