BAD KREUZNACH. Seit Freitagnachmittag, 26. Juni, befinden sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach im ununterbrochenen Dauereinsatz. Während sie den Rettungsdienst aufgrund der hohen Temperaturen unterstützten, versorgten sie gleichzeitig die Einsatzkräfte beim Waldbrand in Traisen und stellten zudem mehrere Sanitätsdienste sicher.
Bereits am Freitag nahm das Deutsche Rote Kreuz einen Rettungswagen sowie einen Krankenwagen zusätzlich in Betrieb, um den Rettungsdienst bei den zahlreichen hitzebedingten Einsätzen zu entlasten.
Am Samstag wurde dann die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung zum Waldbrand nach Traisen alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit organisierten die Ehrenamtlichen mehr als 80 Kisten Getränke sowie Kaltverpflegung und versorgten rund 200 Einsatzkräfte vor Ort.
Während der Verpflegungseinsatz lief, stiegen die Einsatzzahlen im Rettungsdienst aufgrund der anhaltenden Hitze erneut deutlich an. Kurzerhand stockte der DRK-Kreisverband sein Personal weiter auf und stellte zusätzlich einen weiteren Rettungswagen in Dienst.
Im Laufe des Tages wurde deutlich, dass sich der Waldbrandeinsatz wesentlich umfangreicher und langwieriger entwickeln würde als zunächst angenommen. Insgesamt kümmerten sich inzwischen 25 Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler um die Versorgung der Einsatzkräfte. Sie stellten in der Nacht Essen, Kaffee und Getränke für rund 250 Feuerwehrleute und weitere Helfer bereit.
„Der aktuelle Einsatz ist sicher einer der großen Einsätze des DRK Bad Kreuznach. Die Unterstützung im Rettungsdienst, ein großer Verpflegungseinsatz und parallel noch Sanitätsdienste zu organisieren, erfordert viel Koordination und großes Engagement unserer Helferinnen und Helfer. Wir sind froh, dass wir uns auf unsere Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler verlassen können, wenn es darauf ankommt. Eine solche Lage bei diesen Temperaturen bewältigen zu können, ist alles andere als selbstverständlich“, erklärte DRK-Einsatzleiter Chris Snehotta am frühen Sonntagmorgen.
Da auch am Sonntag kein Ende des Großeinsatzes absehbar war, organisierten die Verpflegungsspezialisten des DRK bereits während der Nacht Nachschub. Getränke wurden beschafft und Lebensmittel für das Frühstück eingekauft. Dabei konnten sich die Einsatzkräfte auf die Unterstützung regionaler Unternehmen verlassen: Der REWE-Markt Krüger öffnete eigens sein Geschäft für den Einkauf, REWE Sperling aus Bad Münster spendete Mineralwasser und die Bäckerei Andrae aus Waldböckelheim backte trotz eines Stromausfalls in der Nacht zusätzlich 750 Brötchen.
Auch für den weiteren Verlauf des Sonntags stellte sich das DRK auf zusätzliche Anforderungen bei der Verpflegung der Einsatzkräfte ein. Gleichzeitig wurde weiteres Personal für eine mögliche erneute Unterstützung des Rettungsdienstes eingeplant.
Neben den umfangreichen Einsätzen rund um den Waldbrand sorgten ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter des DRK außerdem für die medizinische Betreuung der Johanniskirmes in Bad Sobernheim sowie des Festumzuges in Braunweiler – ein Kraftakt, der eindrucksvoll zeigt, wie unverzichtbar das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz ist.





