BEVEREN/REGION. Ein sportliches Ausrufezeichen auf europäischer Bühne hat der Sportclub Rhein-Nahe e.V. am vergangenen Wochenende gesetzt. Vom 19. bis 21. Juni nahm der Verein mit drei Athleten am traditionsreichen Flanders-Kickboxing Cup im belgischen Beveren nahe Antwerpen teil. Dass dieses internationale WAKO-Turnier mit über 500 Starts aus 14 Nationen seit Jahrzehnten zu den renommiertesten Veranstaltungen im europäischen Kickboxsport zählt, spornte die heimischen Kämpfer nur noch mehr an. Am Ende stand eine beeindruckende Ausbeute von viermal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze zu Buche.
Den vergoldeten Auftakt machte bereits am Samstag die junge Nachwuchskämpferin Celine Brzenk aus Alzey. Unterstützt von ihrem Vater Chris und später von ihrer Vereinskameradin Theresa Pekrul als Coach zeigte sie in den Klassen Younger Cadets -42 kg und -47 kg herausragende Leistungen und sicherte sich in beiden Kategorien die Goldmedaille. Besonders spektakulär war ihr Finalauftritt in der großen Abendgala der Klasse -42 kg, in dem sie die Britin Amelia Cussen souverän mit 8:1 von der Matte fegte.
Am Sonntag griffen schließlich auch Theresa Pekrul aus Münster-Sarmsheim und Max Berg aus Ebernburg ins Geschehen ein. Max Berg startete in der Junioren-Lightcontact-Klasse bis 79 kg und sah sich im Finale einer Mammutaufgabe gegenüber: Er traf auf den Kroaten Damir Kreso, den amtierenden Europameister 2025 der Older Cadets. Doch der Ebernbuger ließ sich von der beeindruckenden Erfolgsquote seines Gegners nicht einschüchtern, behielt die Nerven und gewann das Finale klar mit 3:0 nach Punkten. Im späteren Kicklight-Wettbewerb legte er nach starken Leistungen noch eine Bronzemedaille nach, wobei er gegen den DM-Kontrahenten Levi Jansen eine deutliche Steigerung zeigte und sich erst nach einem hauchdünnen Kampf geschlagen geben musste.
Ebenfalls in absoluter Topform präsentierte sich Theresa Pekrul. In der Disziplin Lightcontact bis 60 kg dominierte sie ihre Gegnerinnen aus Belgien und Frankreich nach Belieben und gewann beide Kämpfe vorzeitig durch technisches K.o., was dem Sportclub die vierte Goldmedaille des Wochenendes einbrachte. Parallel dazu kämpfte Pekrul in der Disziplin Pointfight bis 60 kg für das deutsche Nationalteam. Unter den Augen von Nationaltrainer Leonard Ademaj setzte sie sich sensationell gegen eine irische Spitzenathletin und sogar gegen die amtierende Weltmeisterin Tirill Nanett Bjornstad Naess aus Norwegen durch. Erst im Finale der Abendgala musste sie sich der Niederländerin Maaike Schulte geschlagen geben und nahm stolz Silber entgegen. Dass sie eine echte Teamplayerin ist, bewies sie kurz darauf, als sie spontan für eine verletzte Athletin im norwegischen Team einsprang und gemeinsam mit ihren neuen Kolleginnen prompt einen weiteren zweiten Platz erkämpfte.
Abgerundet wurde Pekruls Marathon-Wochenende durch den Grand-Champion-Wettbewerb, bei dem alle Gewichtsklassen gegeneinander antreten. Nach Siegen über die Topathletinnen Cassie Bradley (Irland) und Caitlin Downes (Großbritannien) schied sie erst im Viertelfinale der Abendgala gegen die rund zehn Kilogramm schwerere Norwegerin Anna Sira Myhre denkbar knapp mit nur einem Punkt Unterschied aus.
Nach diesem Medaillenregen zogen die Trainer Dirk und Theresa Pekrul ein durchweg positives Fazit. Der Flanders Cup gehöre seit vielen Jahren zu den absoluten Lieblingsturnieren des Vereins, da die Organisation hervorragend und das sportliche Niveau außergewöhnlich hoch sei. Dass sich die eigenen Athleten gegen eine so starke internationale Konkurrenz derart erfolgreich durchgesetzt haben, erfülle das gesamte Trainerteam mit großem Stolz und zeige, dass der Sportclub Rhein-Nahe im internationalen Vergleich ganz vorne mitmischt.
Aktuelle Stellenangebote finden Sie auf unserer Seite “Stellenangebote” bei Nahe-News – KLICK MICH!





