WELGESHEIM. Ein Brand auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Welgesheim hat am frühen Freitagmorgen, 5. Juni einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Rund 80 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen waren über mehrere Stunden im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Gegen 5.10 Uhr wurde der Brand in einem Gewerbemülldepot festgestellt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Welgesheim, Zotzenheim, Gensingen und Sprendlingen standen bereits große Teile eines rund 1.000 Tonnen umfassenden Gewerbemüllbergs in Flammen. Aufgrund des Ausmaßes wurden umgehend weitere Kräfte aus dem Landkreis Mainz-Bingen alarmiert, um die Löscharbeiten sowie die Wasserversorgung sicherzustellen.
Durch den umfangreichen Löscheinsatz gelang es den Feuerwehrleuten schnell, die offenen Flammen niederzuschlagen und eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch deutlich aufwendiger. In den tieferen Schichten des bis zu sechs Meter hohen und rund 1.000 Kubikmeter großen Müllbergs befanden sich zahlreiche Glutnester, die erst durch das gezielte Abtragen des Materials vollständig abgelöscht werden konnten. Die Arbeiten zogen sich bis in die Mittagsstunden hin.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der damit verbundenen Geruchsbelästigung gaben die Einsatzkräfte bereits frühzeitig Warnmeldungen für die umliegenden Gemeinden heraus. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Nach Messungen eines Messfahrzeugs der Feuerwehr Ingelheim konnte die Warnung gegen 10.30 Uhr wieder aufgehoben werden.
Neben den Feuerwehren der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen waren auch die Löschkomponente Nord des Landkreises Mainz-Bingen mit dem Brand- und Katastrophenschutzinspekteur, die Feuerwehr Bingen, ein Messfahrzeug der Feuerwehr Ingelheim, das Technische Hilfswerk sowie die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des Katastrophenschutzes im Einsatz. Auch Bürgermeister Manfred Scherer machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Er dankte den Einsatzkräften für ihre professionelle Arbeit und lobte insbesondere die reibungslose Zusammenarbeit über die Grenzen der Verbandsgemeinden hinweg.
Zur Brandursache liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Nach Angaben des Betreibers könnten jedoch unsachgemäß im Gewerbemüll entsorgte Akkus den Brand ausgelöst haben. Diese stellen Entsorgungsbetriebe zunehmend vor Herausforderungen, da sie durch den Druck innerhalb der Müllberge beschädigt werden und sich anschließend entzünden können.





