KREIS BIRKENFELD. Mit dem Ausbildungsbus hat die Fachkräfteinitiative „deinBIR“ auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen für praxisnahe Berufsorientierung gesetzt. In insgesamt vier thematischen Routen – Soziales & Pflege, Industrie, Kaufmännische Berufe und Handwerk – erhielten Schülerinnen und Schüler direkte Einblicke in regionale Unternehmen und Ausbildungsberufe. Ziel des Projekts ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf aktiv zu unterstützen und junge Menschen frühzeitig mit potenziellen Ausbildungsbetrieben zu vernetzen.
Rund 60 Schülerinnen und Schüler aus vier weiterführenden Schulen im Landkreis nahmen an dem Angebot teil. Organisiert wurde der Ausbildungsbus von der WFG BIR mbH, die im Rahmen der Fachkräfteinitiative die Koordination zwischen Schulen und Unternehmen übernimmt.
Im Bereich Soziales & Pflege besuchten die Jugendlichen das Klinikum Idar-Oberstein sowie die Elisabeth-Stiftung in Birkenfeld. Dort konnten sie nicht nur Informationen sammeln, sondern aktiv mitwirken – etwa beim Messen von Fieber und Blutdruck oder an verschiedenen Praxisstationen, die Einblicke in Pflege und Ergotherapie ermöglichten. Besonders geschätzt wurde der direkte Austausch mit Auszubildenden, die authentisch aus ihrem Alltag berichteten.
Die Industrie-Route führte zu regionalen Betrieben wie der Howatherm Klimatechnik GmbH, der Fissler GmbH und der Herbert Stephan KG. Hier erhielten die Teilnehmenden Einblicke in moderne Produktionsprozesse und technische Ausbildungsberufe.
Im kaufmännischen Bereich standen unter anderem die Juchem Holding KG, die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank und HC Arnoldi auf dem Programm. Gespräche mit Mitarbeitenden und Auszubildenden lieferten einen realistischen Eindruck von Tätigkeiten im Büro- und Verwaltungsumfeld.
Ein besonderes Highlight war die Handwerksroute: Im Steinbruch der Juchem Holding KG konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, wie Materialien gewonnen, verarbeitet und gesteuert werden. Einblicke in die Schaltzentrale sowie die Möglichkeit, moderne Maschinen kennenzulernen, verdeutlichten die technischen Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Handwerk. Anschließend besuchte die Gruppe die Hahn Bau GmbH in Idar-Oberstein, wo auf einer aktuellen Baustelle die Vielschichtigkeit handwerklicher Prozesse – von Planung bis Umsetzung – anschaulich wurde.
„Der Ausbildungsbus schafft genau die Verbindung, die wir für eine erfolgreiche Berufsorientierung brauchen: Jugendliche erleben Berufe dort, wo sie tatsächlich stattfinden, sprechen mit Auszubildenden auf Augenhöhe und erhalten ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag“, betont Kathrin Schmitt-Dziubany, Projektmanagerin für Fachkräftesicherung im Landkreis Birkenfeld, die Bedeutung des Formats: „Das ist ein entscheidender Faktor für eine fundierte Berufswahl und stärkt nachhaltig den Übergang von der Schule in den Beruf.“
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen neue Eindrücke, konkrete Vorstellungen von Berufsbildern und zusätzliche Motivation für ihre berufliche Zukunft mit. Zugleich profitieren die Unternehmen, die frühzeitig mit potenziellen Auszubildenden in Kontakt treten können.
Das Projekt Ausbildungsbus soll in den kommenden Jahren fortgeführt und weiterentwickelt werden. Perspektivisch ist geplant, weitere Betriebe einzubinden und die Zusammenarbeit mit den Schulen auszubauen. Aktuell beteiligten sich vier von acht weiterführenden Schulen im Landkreis – hier sehen die Verantwortlichen noch Potenzial.
Zudem sind in mehreren teilnehmenden Unternehmen für das Ausbildungsjahr 2026 noch Ausbildungsplätze verfügbar. Interessierte Schülerinnen und Schüler haben somit weiterhin die Möglichkeit, den direkten Weg von der Berufsorientierung in eine Ausbildung zu gehen.
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