STAUDERNHEIM. Am Sonntag 19. April 2026 ist es endlich wieder so weit: Das ‚Nahe der Natur – Mitmach-Museum für Naturschutz‘ in Staudernheim (Schulstr. 47) öffnet 11-18 Uhr und beginnt seine Hauptsaison. Der diesjährige Start hat es mit einem attraktiven Angebot für Alle in sich, so die Museumsbetreiber Ursula & Michael Altmoos, die zum einfach entspannt kommen herzlich einladen:
Um 11 Uhr beginnt eine kurze Einführung mit einem ersten Rundgang zum inzwischen schon berühmten Moosgarten und Einstieg in die sinnesreiche Wildnis, die sich mit ihrem 4 km-Pfadsystem für Alle zum dann selbstbestimmten stillen Naturerleben öffnet. Um 11:30 Uhr startet die neue kleine Sonderausstellung „Pilze im Bild“ vom Meisenheimer Künstler Florian Haas, der hier mal die Pilzwelt ganz eigen skizziert – zum Staunen und Lächeln, wie es typisch ist in diesem Museum.
Ab 14 Uhr ist die ‚Initiative Soonwald‘ zu Gast. Dann zeigt eine Führung „Mehr Wildnis wagen“ von Michael Altmoos kleine Phänomene der Natur, die zum Naturschutz anregen, und das für überall, auch in Klein für Gärten. Das Besondere: Die Musikgruppe „Rübezahl“ begleitet anfänglich die Führung musikalisch. Die Führung ist vorgebucht, aber spontan könnten noch Plätze frei werden. Man kann aber auch ungeführt das Naturparadies des romantischen Steinbruch-Waldes erkunden.
Für Alle bietet dann „Rübezahl“ ab ca. 14:30 Uhr im Museumshof Lieder zum (freiwilligen) Mitsingen an, aus Folk und Pop, aber auch viele Naturlieder. Begleitend ist das Hof-Cafe‘ 11-18 Uhr offen. „So kann der Frühling in vollen Zügen genossen werden“, freut sich Michael Altmoos, „denn unser Museumskonzept vereint Mehreres: Fachwissen und Dialogangebote für Alle, Ausstellungen und Freilanderlebnis, Natur und Kunst, aber auch einfach Lebensfreude und kreativen Naturschutz“.
Der Tag ist Auftakt in die Saison, in der weitere Thementage z.B. zu Schmetterlingen, Rewilding, Geologie und Naturgärten folgen, aber auch Konzerte und Workshops in Vielfalt rund um Natur(schutz) auf interessierte Besucher warten. Denn „nur was man kennt, was man liebt und schätzt, kann man schützen“, so ein Motto – und Altmoos ergänzt: „Und was man gern genießt.“
Mit großer Sorge informiert das Museum aber auch weiterhin kritisch zu den zahlreichen Windindustrie-Plänen- und Freiflächen-Solarfeldern, welche die hiermit schon gut ausgebaute Region „maßlos, unsinnig und zerstörerisch“ (so Michael Altmoos) zu überprägen drohen. Denn 107 zusätzliche Windräder sind konkret im Kreis Bad Kreuznach geplant, zudem zahlreiche Solargroßanlagen, so die Dokumentation des Museums aus Behördenangeben, Planunterlagen und Ratsbeschlüssen. „Damit droht eine brutale Zerstörung unserer Lebensräume und wichtiger touristischer Grundlagen“, so Altmoos entsetzt. Verbunden damit sind aber auch Anregungen für eine naturfreundlichere Energiewende und ein ökologisches Bewusstsein, besonders mit Naturwissen und Wertschätzung der international bedeutsamen noch wunderschönen Nahe-Landschaft. Erst dann lassen sich Zusammenhänge sowie Lösungen erkennen – mit Kraft von Natur, so das Museum.
Aufrütteln gegen Zerstörungen aller Art und zugleich positiv für die Schönheit der Natur samt Dialogangeboten, so lässt sich die inhaltliche Ausrichtung des Museums für Naturschutz zusammenfassen, betonen die Betreiber der unabhängigen und privat betriebenen Einrichtung. Basis ist immer wieder das schöne Naturerleben, ganz entspannt und ohne aufdringliche Belehrungen wie jetzt so schön im Frühling. Die Besucher können sich selbst aussuchen, ob sie in Probleme eintauchen oder einfach nur genießen, ob sie einfach beobachten, Manches vertiefen oder sich engagieren – oder alles zusammen. „Es geht ums Ganze“, sagt Altmoos mit Blick auf Naturschutz.
Der Eintrittspreis ist am Besuchsende in selbst bestimmter Höhe freiwillig und hilft mit, die Einrichtung betont demokratisch zu tragen. Autofahrer müssen die innerörtliche Umleitung beachten und sollten an der VfL-Halle/Sportplatz Staudernheim parken. Info zu allem: www.nahe-natur.com
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