KREIS BAD KREUZNACH. Die Jugendverkehrsschule im Landkreis Bad Kreuznach ist um ein wichtiges Hilfsmittel reicher: Am Mittwoch, dem 22. Oktober, übergab Landrätin Bettina Dickes einen neuen Ford Transit an Polizeihauptkommissarin Isabell Michel. Das moderne Fahrzeug ergänzt den Fuhrpark der Verkehrserziehung, der nun insgesamt drei mobile Schulungseinheiten umfasst und vorrangig im Bereich Kirn eingesetzt werden soll.
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Mit dem neuen Ford Transit kann die Verkehrserziehung an Schulen im Landkreis flexibler und effizienter durchgeführt werden. Durch die mobile Ausstattung können die Verkehrssicherheitskräfte ihre Materialien direkt zu den Schulen und Veranstaltungsorten bringen, um dort praxisnahe Schulungen unter realitätsnahen Bedingungen anzubieten.
Polizeihauptkommissarin Michel zeigte sich besonders erfreut über die neueste Technik und das Automatikgetriebe des Ford Transit. „Es muss nicht mehr geschaltet werden und das Fahren ist viel entspannter“, so Michel. Sie erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit vorgekommen sei, dass der alte Bus nicht startete, was die pünktliche Ankunft in den Schulen gefährdete. Für das neue Fahrzeug stehen nun noch letzte Innenarbeiten an, um den Transport der Materialien optimal zu sichern.

46 Sponsoren machen Anschaffung möglich – Kritik am Vertragspartner
Beschafft wurde das Fahrzeug über die Firma Pro Humanis Humansponsoring, die zahlreiche Unternehmen im Kreis Bad Kreuznach ansprach, um Spenden zu sammeln. Als Gegenleistung sind die Logos der insgesamt 46 beteiligten Sponsoren auf dem Fahrzeug zu sehen.
Die Freude über die erfolgreiche Spendenaktion wurde jedoch durch eine beunruhigende Nachricht überschattet, die während der Übergabe auf dem Schulhof der IGS Sophie Sondhelm bekannt wurde. Mehrere Sponsoren teilten mit, dass sie durch ihre Spendenbereitschaft möglicherweise in eine sogenannte Abofalle geraten seien. Sie schilderten, dass der geleistete Spendenbetrag im Kleingedruckten des Sponsoringvertrages zur automatischen erneuten Abbuchung in vier Jahren führe.
Landrätin Bettina Dickes zeigte sich, ebenso wie die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, äußerst erstaunt über diesen Sachverhalt. „Nach der Erkenntnis, die wir hier heute durch zwei Sponsoren gewonnen haben, hat eine wirklich ganz tolle Sache einen sehr bitteren Beigeschmack erhalten“, erklärte Dickes im Gespräch mit Nahe News.
Die Landrätin zog sofortige Konsequenzen: „Das heißt für uns natürlich auch, dass wir ein solches Sponsoring mit dieser Firma niemals mehr angehen werden.“ Sie betonte die moralische Mitverantwortung des Kreises und richtete eine deutliche Warnung an die Wirtschaft: „Deshalb möchte ich auch alle künftigen Sponsoren davor warnen, zuerst einmal ins Kleingedruckte zu schauen, bevor man solche Verträge unterschreibt.“ Dickes kündigte zudem an, dass künftige Sponsoringprojekte des Kreises einer „ganz klaren Prüfung“ unterzogen werden.




