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24. April 2024
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Darmkrebsvorsorge: Keine Angst vor Peinlichkeit

BAD KREUZNACH.Eine Darmspiegelung ist weder peinlich noch schmerzhaft – und im besten Fall kann sie Leben retten“, sagt Dr. Markus Höcker. Der Leiter der Endoskopie am Diakonie Krankenhaus weiß, dass viele Menschen diese Untersuchung scheuen. Doch die Darmspiegelung, die sogenannte Koloskopie, ist die zuverlässigste Methode, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Oft kann damit sogar die Entstehung von Krebs verhindert werden. Umso wichtiger ist es, offen über dieses Thema zu sprechen.

„Darmkrebs, also bösartige Tumore im Dickdarm oder Mastdarm, machen lange Zeit keine Beschwerden und können sich über Jahre hinweg entwickeln. Doch darin liegt auch die Chance: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung“, betont Dr. Höcker.

Dr. Gunnar Proff (links), Chefarzt der Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie, und sein Kollege Dr. Markus Höcker, Leiter der Endoskopie am Diakonie Krankenhaus, rufen zur Darmkrebsvorsorge auf.

In Deutschland greift deshalb für Menschen ab 50 Jahren ein Früherkennungsprogramm, das die Krankenkassen zahlen. Ein Stuhltest kann beim Hausarzt, Frauenarzt oder Urologen durchgeführt werden. Die Darmspiegelung wird von niedergelassenen Gastroenterologen, Spezialisten für Magen-Darmerkrankungen oder – wenn bereits Beschwerden bestehen –  ambulant im Diakonie Krankenhaus angeboten. Diese Routine-Untersuchung dauert in der Regel nur 30 bis 45 Minuten und wird unter kurzer Narkose durchgeführt. Bestimmte Vorstufen von Darmkrebs, sogenannte Polypen, werden dabei gleich während der Darmspiegelung völlig schmerzlos entfernt. Kleine bösartige Neubildungen können oftmals sogar endoskopisch abgetragen werden.

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In spät erkannten Fällen oder bei Wucherungen, die zu groß für eine endoskopische Abtragung sind, müssen moderne, krebsspezifische Operationsverfahren angewandt werden, um im besten Fall eine Heilung zu erzielen.

„Auch bei fortgeschrittenen Stadien bestehen gute Heilungschancen. Das liegt nicht nur daran, dass die Krankheit bestens erforscht ist, sondern auch an den Fortschritten in der Diagnostik sowie der medikamentösen, strahlentherapeutischen und operativen Medizin“, sagt Dr. Gunnar Proff.

Der Chefarzt der Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie führt in seiner Abteilung mit seinem Team Tumoroperation an Mast- und Dickdarm durch. Er räumt auch mit einem alten Vorurteil auf: „Wir operieren zunehmend minimalinvasiv, mit kleinstmöglichen Schnitten, was für unsere Patientinnen und Patienten schmerzarmer und schonender ist.“ Noch schonender und wirksamer ist jedoch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen – und die sollten niemandem peinlich sein.

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