Präventionsprojekt „Trau dich!“ stärkt Kinder im Landkreis, Nein zu sagen

Ingelheimer Schülerinnen und Schüler bei einer Aufführung des Theaterstücks „Trau Dich!“ in der Ingelheimer Kultur- und Kongresshalle kING. Nach der Aufführung stellten sich die beteiligten Fachstellen auf der Bühne kurz vor, bevor sie die Infostände besetzten.

23.11.2022
KREIS MAINZ-BINGEN (red). Ein Zeichen setzen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt – dieses Ziel verfolgt die Landesinitiative „Trau dich!“, die jetzt im Landkreis Mainz-Bingen Station machte. Mit einem interaktiven Theaterstück in der Kultur- und Kongresshalle kING in Ingelheim wurden die Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren informiert, motiviert und ermutigt: Sie sollen ihren eigenen Gefühlen vertrauen, Nein sagen lernen und sich im Falle eines Übergriffs oder sexuellen Missbrauchs an Personen ihres Vertrauens wenden.

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Rund 600 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassenstufen aus vier Ingelheimer Schulen besuchten das Stück. Darüber hinaus waren am Vorstellungstag im Foyer des kING Infostände von kooperierenden Fachstellen vertreten. „Wir hoffen, dass das Angebot viele Kinder und Jugendliche erreicht hat“, sagt Petra Schott, Leiterin des Kreisjugendamts. „Sie sollen erkennen können, wann Grenzen überschritten werden.“

Im Vorfeld des Theaterstücks gab es bereits Lehrkräfte-Workshops, bei denen schulische Fachkräfte Informationen und konkrete methodische Anregungen zur Präventionsarbeit erhielten. Begleitend fanden zudem Elterninformationsabende statt, um die Initiative den Eltern vorzustellen und ihnen Impulse zu geben, wie sie mit ihren Kindern über das Theaterstück und Fragen rund um das Thema sprechen können. Regionale Partnerinnen und Partner erläuterten außerdem das Hilfesystem vor Ort.

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Seitens des Kreises beteiligte sich das Jugendamt an diesem Projekt – darunter der Bereich Schulsozialarbeit und die Netzwerkkoordination für Kinderschutz/Frühe Hilfen und Familienbildung. Die Mitarbeitenden kooperierten mit weiteren Fachkräften verschiedener Beratungs- und Interventionsstellen sowie Vertreterinnen der Schulsozialarbeit, der Lehrkräfte und der Schulpsychologie aus den teilnehmenden Schulen. Um diese Zusammenarbeit zu verstetigen, planen die beteiligten Stellen einen regelmäßigen Arbeitskreis zur Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt bei Kindern und Jugendlichen im Landkreis.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte den regionalen Kooperationskreis. Ursprünglich gestartet als bundesweite Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), übernahm Rheinland-Pfalz die Initiative 2021 in Landesträgerschaft. Innerhalb der Landesinitiative führt das Schultheater-Studio Frankfurt seit dem Schuljahr 2021/2022 eine Eigeninszenierung des Theaterstücks auf.

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In Rheinland-Pfalz besteht eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Bildung und dem Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration. Bei der Konzeptentwicklung waren die kommunalen Spitzenverbände beteiligt. Als Ansprechpartner für interessierte Kommunen und Schulen steht Christoph Stöber unter christoph.stoeber@beratung.bildung-rp.de als Landeskoordinator zur Verfügung.

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