Andre-Beitner-Hütte auf dem Freizeitgelände Kuhberg eingeweiht

Bei den „Machern“ und Unterstützern des Projektes „Andre-Beitner-Hütte“ bedankte sich Oberbürgermeister Emanuel Letz (sitzend rechts).

18.10.2022
BAD KREUZNACH (red).
Die Andre-Beitner-Hütte auf dem Freizeitgelände Kuhberg ist mit einem zünftigen Grillimbiss eingeweiht worden. Der Bau wurde komplett spendenfinanziert. Knapp 20.000 Euro flossen auf das Konto der Waldhilfe e.V., die Projektträgerin ist und selbst einen Grundstock von 3000 Euro beisteuerte. Oberbürgermeister Emanuel Letz bedankte sich bei der Waldhilfe, bei den Spendern und bei dem Projektteam für das „Geschenk, an dem die Besucherinnen und Besucher des Freizeitgeländes ihre Freude haben werden“. Die Pächter des Freizeitgeländes, Eric Thomas und Markus Saueressig, sind für die Vermietung der Hütte zuständig, die sich wegen ihrer Ausmaße (Durchmesser von acht Metern) auch für große Feiern eignet.

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Der OB und der Schatzmeister der Waldhilfe, Olli Holste, dankten Hansjörg Rehbein, für den die Einweihung der Hütte ein „besonderer Tag“ war. Dessen Motivation: „Das Leben und Wirken Andre Beitners vor dem Vergessen zu bewahren.“

Rehbein initiierte das Projekt, für das er Zimmerermeister Bruno Eder als Planer und Bauleiter sowie den Geschäftsführer der Lebenshilfe Werkstätten Bad Kreuznach gGmbH, Clemens Bergmann, gewinnen konnte. „Der Bau einer Hütte ist für unsere Beschäftigten eine interessante Aufgabe gewesen.“ Bergmann imponiert die Lebensleistung Andre Beitners, der als „Vermittler“ für den Zusammenhalt und das Aufeinander zugehen in unserer Gesellschaft viel Gutes getan habe.

Dem Projektteam gehörten an:
Bruno Eder, Ralph Ewert, Karlheinz Förster, Olli Holste, Ralph Barme, Hansjörg Rehbein.

Unter Anleitung von Gruppenleiter und Werkzeugmachermeister Ralph Ewert brachten sich Beschäftigte in der Bretzenheimer Werkstatt tatkräftig mit ein. Dort wurden die Vorarbeiten erledigt, z.B. das Zuschneiden der Bretter. Im Alleingang schuf Bauunternehmer Karl-Heinz Förster das Fundament für die Hütte, deren Boden (Steinsand) Kim Christian verlegte. Die Fläche rund um die Hütte begradigte der städtische Bauhof und säte Mutterboden ein. Für den Hüttenaufbau sorgten Bruno Eder und Ralph Ewert, unterstützt von den beiden Pächtern Eric Thomas und Markus Saueressig sowie von den ehrenamtlichen Helfern Werner Matle und Mirko Wiehn.

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In der Corona-Pandemie musste das im Frühjahr 2020 begonnene Projekt immer wieder unterbrochen werden. Und auch jetzt konnte der Abschluss noch nicht vollendet werden. In der Hütte werden noch Sitzflächen montiert.

Andre Beitner: Beliebter Gastronom und großer Naturfreund
Andre Beitner (1926-1996) engagierte sich über Jahrzehnte vorbildlich in der Bad Kreuznacher Stadtgesellschaft und darüber hinaus. Als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde (992-1996) war Beitner zudem ein wichtiger Wegbereiter für die Gründung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Bad Kreuznach.

Hansjörg Rehbein gab seiner Biografie den Titel „Andre Beitner – Vorbild der Versöhnung“. Rehbein initiierte gemeinsam mit Kurt Vittinghoff und Matthias Molitor den nach Andre Beitner benannten Schulwettbewerb „Jüdische Spuren in der Nahe-Region“ (1998 und 2000).

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1986 gründete Beitner die Waldhilfe e.V. Aus den Spenden, Erlösen der Waldfeste und anderen Aktionen wie Preisskat kamen hohe Summen zusammen, insgesamt über 100.000 Euro. Die Waldhilfe spendete hohe Mittel für die Aufforstung der ehemaligen Müllkippe Lohrer Wald mit 3600 Bäumen. Der Verein finanzierte Lernmittel (Waldkiste) für Grundschulen, um das Ökosystem Wald zu vermitteln.

1999 wurde nach Andre Beitner ein kleines Grill- und Freizeitgelände auf dem Kuhberg an der Panzerstraße benannt. 20 Jahre später war es in einem derart desolaten Zustand, dass der damalige Revier-Förster Ralph Barme vorschlug, es auf das eigentliche Freizeitgelände, ursprünglich von der US Army geschaffen, zu verlegen. Die damalige Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer gab für das daraus resultierende Spendenprojekt grünes Licht.

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