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23. Mai 2024
StartNachrichtenKreis Bad KreuznachFür jeden Kreis einen Kreishandwerksmeister bei der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück

Für jeden Kreis einen Kreishandwerksmeister bei der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück

REGION. Die Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück hat in ihrer Delegiertenversammlung einen Vorstand für die nächsten fünf Jahre gewählt. Nach einer Satzungsänderung steht jedem der drei Landkreise ein Kreishandwerksmeister vor. Alfred Wenz (Bundenbach) ist für den Kreis Birkenfeld, Peter Mumbauer für den Rhein-Hunsrück-Kreis und Simon Henkel für den Kreis Bad Kreuznach zuständig. Die ehrenamtlichen Vertreter von fast 1000 Betrieben in der Nahe-Hunsrück-Region wollen viele Problemfelder engagiert, selbstbewusst und lösungsorientiert angehen.

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So wurde die Thematik Schwarzarbeit bei den Friseuren angesprochen. Die Zusammenarbeit mit Behörden müsse fokussiert werden. Beim Thema Strompreis will man Verhandlungen aufnehmen. Ein Bestreben ist es, den Organisationsgrad der Handwerksbetriebe zu erhöhen. Er liegt zwischen 50 und 90 Prozent, sagt der langjährige KHS-Geschäftsführer Gerhard Schlau. Die Innungshandwerker sind froh, dass sich Schlau nach zwei Jahren Ruhestand mit diesem Zukunftsthema mit einbringt. Juristische Beratung eine tragende Rolle bei der KHS. Es gibt Ausschüsse für Lehrlingsstreitigkeiten der Innungen, Schiedsstellen, eine Mahn- und Inkassostelle. 2021 führte Geschäftsführerin Silke Dittrich von der KHS 21 Arbeitsgerichtsverfahren für Innungsbetriebe durch, führte unzählige Beratungsgespräche. Ein Zukunftsthema ist auch die Digitalisierung. So wurde beschlossen, dass künftig digital zu Versammlungen eingeladen werden kann.

Die Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft: Simon Henkel, Alfred Wenz und Peter Mumbauer (v.li.)

Corona-Pandemie, Fachkräftemangel, Klimawandel, Energiekrise – all das sind für die Handwerksbetriebe und die KHS als Überbau der selbstständigen Innungen fordernde Themen. Dabei habe man gerade in der Corona-Krise bewiesen, wie gut ehrenamtliche Verbandsarbeit funktioniert, betont Installateur- und Heizungsbauermeister Simon Henkel.

Schon wenige Wochen nach dem ersten Lockdown habe das Handwerk vor allen anderen hauptamtlich geführten Institutionen belastbare Statistiken mit fundierten Zahlen etwa über corona-bedingte Umsatzrückgänge geliefert.

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Beim Thema Ausbildung und Fachkräftemangel setzt man wie schon vor Corona auf die bewährten Ausbildungsbörsen. Für diese „Karrieremessen“ stehen die Termine in Simmern (1. Oktober 2022 in der Hunsrückhalle) und in Idar-Oberstein (6. und 8. Oktober2022 in der Messehalle) schon fest. In Bad Kreuznach möchte man in 2023 so schnell wie möglich wieder die vor der Corona-Pause so beliebte Mitmach-Messe anbieten. Bei der Fachkräftegewinnung setzt man auch auf unkonventionelle Methoden, merkt Alfred Wenz an. Der langjährige Bäckerinnungs-Obermeister und frisch gebackene Vorsitzende Kreishandwerksmeister nennt die Möglichkeit, gute Berufsschulleistungen vorausgesetzt, jederzeit mit Ausbildungen beginnen zu können. Peter Mumbauer, der zehn Jahre Vorstandsvorsitzender war, freut sich, dass die Vorstandsarbeit auf viele Schultern verteilt werden konnte. So ergab es sich bei der Vorstandswahl wie erhofft, dass aus jedem der drei Kreise vier Mitglieder als Vorstands-Beisitzer vertreten sind. Auch die unterschiedlichen durch die Innungen in der Region vertretenen Handwerksberufe seien im Vorstand präsentiert, sagt Dachdeckermeister Mumbauer.

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Der neue Vorstand der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück:
Vorsitzender Kreishandwerksmeister Alfred Wenz, Kreishandwerksmeister Peter Mumbauer und Simon Henkel, Beisitzer: Reinhold Lorenz, Hans Peter Lewisch (beide Bad Kreuznach), Norbert Theis (Pfaffen-Schwabenheim), Michael Will (Bockenau), Andreas Imig (Simmern), Volker Bernhard (Gerach), Andreas Lautz (Bruchweiler), Joachim Gaß (Rhaunen), Mathias Liesch (Kastellaun), Gunter Schwaben (Sohren), Raimund Engbarth (Idar-Oberstein), Thomas Klemm (Simmern), Rechnungsprüfer: Hans-Jörg Lofi (Idar-Oberstein), Oliver Durm (Zell/Mosel), Stellvertreter: Günter Bischof (Bretzenheim) und Winfried Berg (Kirchberg).

as – 25.08.22

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