Rikschatour für Flüchtlingshelfer

Reinhold Hassel chauffierte Jens Gemeinhardt und Iryna Denys.

BAD KREUZNACH. Ein kurzer Sirenenton, dann Geräusche von Detonationen. Den Krieg in ihrer Heimat hatte die ukrainische Folkloregruppe „Zerniatko“ (Körnchen) auf Laptop mitgebracht und mit dieser Choreographie eingeleitet als Dankeschön am Fahrradparkhaus getanzt und gesungen.

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An der polnischen Grenze hatte Jens Gemeinhardt die Gruppe mit seinem Bus abgeholt. Gemeinsam mit Iryna Denys, Vorsitzende des Freundeskreises für ukrainische Kultur und Volkskunst aus Hennweiler, hatte er den mittlerweile 4. Hilfstransport nach Polen an die ukrainische Grenze organsiert.

Von dort haben sie bislang 190 Flüchtlinge mit nach Hause genommen. Der Inhaber des Reisebüros Nahegold (Omnibusbetrieb) gehört zu den vielen Menschen im Landkreis Bad Kreuznach, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Bodo Siegel hat sich auf den Aufruf der Stadt gemeldet, Kandidaten für Kristas (Kreuznacher Rikschataxi) kleine Kaffeefahrt zu melden.

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Die beiden Initiatoren Pitt Elben und Reinhold Hassel haben nicht nur Jens Gemeinhardt und Irina Deniz für die Auftaktfahrt durch das Kurviertel ins Salinental bis nach Bad Münster und wieder zurück ausgewählt. In einer zweiten Rikscha wurden die beiden 16 Jahre alten Dariija und Anna chauffiert.

Für das ehrenamtliche Engagement hatten Juliane Diehl und Jörg-Timo Duch-Diehl Jens Gemeinhardt gewonnen. Sponsorenbeiträge leisteten die Bürkle Stiftung, die Sparkasse Rhein Nahe und der Rotaryclub Nahetal. Weitere Gelder gab es durch einen Spendenaufruf. So konnten hochwertige Hilfsgüter wie Stromaggregate, die allein 35.000 Euro kosteten, finanziert werden. Die Kriegsflüchtlinge, meist Frauen und Kinder, werden hier weiter betreut.

Pitt Elben chauffierte die beide 16-jährigen Dariija und Anna.

Die vier Rikscha-Fahrgäste hatte Pitt Elben in seinen Garten zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dort erzählte Dariija in flüssigem Deutsch von ihrer Flucht aus Butcha nach Kiew, wo sie im Krankenhaus, in dem ihre Mutter als Ärztin arbeitet zunächst untergebracht war. Deutsch lernt sie im Privatunterricht seit ihrem 14. Lebensjahr. Sie will in Deutschland Medizin studieren und wie ihre Mutter Ärztin werden.

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Für Kristas kleine Kaffeefahrten wurden weitere „Ehrenämtler“ vorgeschlagen, die es verdient haben, mit einer Rikschafahrt belohnt werden. Die Aktion wird jeweils einmal in den Monaten Juni, Juli, August, September und Oktober fortgesetzt.

red / 03.06.22

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