Mittwoch, Mai 22, 2019
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„Ich lebe gerne in …“ lautet unsere neue Serie bei Nahe-News, die wir heute erstmals veröffentlichen.
In dieser Serie stellen wir Ihnen Ortsgemeinden aus der Region ausführlich vor.
Den Anfang machen wir mit der Ortsgemeinde Hargesheim.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Das Ortswappen

Das Gemeindewappen zeigt im rechten oberen Viertel den Würdenstab des Hl. Bernhard und den überlaufenden Becher aus der Armeseelen-Geschichte sowie das blau-goldene Schachbrettmuster der Grafen von Sponheim.

Geschichte:

Durch archäologische Funde kann Hargesheim nachweislich in die Reihe der besiedelten Gegenden der Jungsteinzeit (circa 5000 v. Chr.) im Nahegebiet eingereiht werden. Hargesheim bildete sich seit 600 als Nebenort des Ur- und Altortes Roxheim. Um das Jahr 1100 kam der Ort zur Grafschaft Sponheim.

Die Gemeinde wurde 1158 erstmals in einem Besitzverzeichnis des Klosters Rupertsberg erwähnt. Durch die Teilung der Grafschaft Sponheim kam Hargesheim 1232 zu der vorderen Grafschaft Sponheim-Kreuznach.
Bewohner von Hargesheim wurden 1400 Ausbürger der Stadt Kreuznach. Das heißt: Die Stadt gewährte ihnen Schutz und befreite sie vom Pfortenzoll, verlangte dafür aber Hand- und Spanndienste beim Bau der Stadtmauer. Nach vielen Erbauseinandersetzungen in der Sponheimer Familie kam Hargesheim 1601 zum Oberamt Kreuznach mit Sitz auf der Kauzenburg.

Die Hargesheimer Kapelle, Sankt Valentin, wurde 1622 durch einen Brand zerstört. Ab 1707 gehörte Hargesheim mit Kreuznach zum Gebiet der Kurpfalz. 1730 war Baubeginn der katholischen Kirche und 1731 der evangelischen Kirche. Beide Kirchen bilden eine Doppelkirche, die durch eine Mauer getrennt ist. Der Teil rechts vom Eingang wird durch die katholische Gemeinde genutzt, der linke von der Evangelischen. 1969/73 wurde, bedingt durch den Zuzug vieler Katholiken, die St. Bernhard-Kirche erbaut. Seitdem wird der katholische Teil als Sängerheim genutzt. Die evangelische Orgel war das erste Werk der Firma Gebr. Oberlinger Orgelbau aus dem nahen Windesheim.

Im Jahre 1799 gehörte Hargesheim zur Mairie Mandel und von 1801 bis 1814 zum französischen Département de Rhin-et-Moselle. Nach dem Zusammenbruch der Herrschaft Napoleons fiel Hargesheim 1815 an das Königreich Preußen und kam durch die Neugliederung zum Kreis Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz.
Hargesheim besaß von 1895 bis 1936 einen Bahnhof an der schmalspurigen Bahnstrecke Bad Kreuznach–Wallhausen. Omnibusse und ein Lastkraftwagen lösten deren Verkehr ab. 1912 erhielt der Ort eine Wasserleitung und 1913 Elektrizität.
Bei einem Luftangriff auf das Dorf wurden 1945 fünf Häuser zerstört, mehrere Häuser beschädigt und ein Menschenleben war zu beklagen. Am 17. März 1945 rollte der erste amerikanische Panzer durch das Dorf.

Persönlichkeiten:

In der Gemeinde leben und lebten auch Persönlichkeiten. So wurde der frühere Mainzer Oberbürgermeister, Jakob „Jockel“ Fuchs, 1919 in Hargesheim geboren. Er starb 2002.

Der Opernsänger, Stefan Vinke lebt auch in Hargesheim.

Gemeinde:

Mit circa 3.000 Einwohnern ist die Gemeinde die einwohnerstärkste Ortschaft der Verbandsgemeinde Rüdesheim.

Gelegen am malerischen Gräfenbach sind es nur wenige Autominuten bis nach Bad Kreuznach und zur A61. Somit liegt Hargesheim im Nahetal an der Grenze zwischen Rheinhessen und dem Hunsrück. Und diese Lage ist natürlich bei sehr vielen Bürgern begehrt. In den letzten 12 Jahren entstanden 84 neue Bauplätze. Der Gemeinderat befasst sich zurzeit mit der Erstellung eines neuen Baugebietes.

Die Gemeinde hat sich auch als Nahversorgungszentrum für die umliegenden Gemeinden etabliert. Im Versorgungszentrum am Verteilerkreis finden sich ein Ärztehaus, eine Apotheke, die Sparkasse Rhein Nahe und die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück sowie mehrere Einzelhandelsgeschäfte.

Kita

Sehr stolz ist die Gemeinde über ihre Kindertagesstätte. Die 7-gruppige Einrichtung bietet Platz für insgesamt 130 Kinder.

Die Plätze verteilen sich auf drei Gruppen mit insgesamt 31 Plätzen für Kinder im Alter von 8 Wochen bis 3 Jahren und 4 Gruppen mit insgesamt 99 Plätzen für Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Es stehen insgesamt 60 Ganztagesplätze zur Verfügung. Konnten früher noch Kinder aus den umliegenden Gemeinden aufgenommen werden, so ist dies aus Platzgründen leider im Moment nicht möglich.

Die Gemeindeverwaltung ist damit beschäftigt, eine Lösung zu finden, um weitere Plätze anbieten zu können.

Schulen:

Hargesheim bietet für Schüler jeglichen Alters die passende Schule. Für die jüngsten Bürgerinnen und Bürgern bietet die Grundschule alles, um einen gelungenen Start der Schullaufbahn zu verwirklichen. Um den gestiegenen Schülerzahlen Rechnung zu tragen, wird das alte Grundschulgebäude derzeit umfassend saniert.

Die kooperative Alfred-Delp-Gesamtschule bietet eine gemeinsame Orientierungsstufe für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6. Ab Klassenstufe 7 teilt sich die Orientierungsstufe in eine Realschule plus und das Gymnasium, welches die Schülerinnen und Schüler bis zu Ihrem Abiturabschluss besuchen.

Spielplätze / Freizeitangebote:

Eine große Auswahl haben die kleinen Bürgerinnen und Bürger auch in ihrer Freizeit. Denn neben dem Kindergarten- und Grundschulspielplatz bietet die Gemeinde vier weitere Spielplätze an. Drei klassische Plätze mit vielfältigen Spielgeräten werden durch den Spiel- und Grillplatz Ochsenwiese ergänzt, der viel Platz für Sport und Spiel bietet.

Aber auch für die Erwachsenen gibt es einige Freizeitangebote. Mit über 700 Mitgliedern ist der TSV Hargesheim der größte Verein im Ort. Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer können dort ihre persönliche Sportart ausüben – allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie. Der TSV besteht aus folgenden Abteilungen: Fußball, Turnen, Leichtathletik, Tischtennis, Volleyball und Wandern.

Nicht wegzudenken sind auch die Narren der „Hargesheimer Dippeschisser“ in der Gemeinde. Neben zwei unterhaltsamen Kappensitzungen pro Kampagne treten die Tanzgruppen des Vereins bei vielen Veranstaltungen befreundeter Vereine auf und sorgen so für beste Stimmung.

Sie sehen, Hargesheim hat vieles zu bieten. Kein Wunder, dass die Bürger
gerne in Hargesheim leben!

Interview mit Ortsbürgermeister Werner Schwan!

Herr Schwan, die Gemeinde Hargesheim ist bei der Bevölkerung sehr begehrt. Sie benötigen dringend wieder Bauplätze um die Anfragen gerecht zu werden. Was ist das Erfolgsrezept der Gemeinde?

Werner Schwan: „Hargesheim ist seit Jahrzehnten eine schöne Wohngemeinde. Allerdings haben wir in den letzten Jahren die Infrastruktur immer wieder verbessert, mit der Maßgabe, dass wir für den täglichen Bedarf eine Rund-Um-Versorgung bieten können. Von „A“ wie Apotheke bis „Z“ wie Zahnarzt können wir unseren Bürgerinnen und Bürgern vieles ortsnah bieten. Aber auch die Nähe zu Bad Kreuznach und den günstigen Anbindungen zum Rhein-Main-Gebiet, selbst Koblenz und andere Zentren macht Hargesheim sehr interessant. Und die Natur ist vor der Haustüre; sie sind schnell im Soonwald und anderen Erholungsgebieten. Gerade junge Familien suchen daher eine Heimat in Hargesheim, zumal die Grundstückspreise noch angemessen sind.“

Wie haben sich in den letzten 10 Jahren die Einwohnerzahlen verändert?
Werner Schwan: „Der Anstieg der Einwohnerzahlen ist noch verhältnismäßig überschaubar. Wir hatten eine Zunahme von nur circa 150 Einwohnern, liegen jedoch mittlerweile sehr knapp unter 3.000 Einwohnern (Erstwohnsitz; mit Zweitwohnsitz liegen wir bei fast 3.300). Wir sind damit in der Verbandsgemeinde die größte Ortschaft und das zweitgrößte Dorf im Landkreis. Einwohnerwachstum ist nicht unser Primärziel; wir sind für eine gesunde und nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde.“

Platzmangel herrscht im Moment in der Kindertagesstätte. Obwohl Sie drei Gruppen mit insgesamt 31 Plätzen für Kinder im Alter von 8 Wochen bis 3 Jahren anbieten und vier Gruppen mit insgesamt 99 Plätzen für Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt, herrscht Platznot in der Kita. Gibt es schon Lösungen, wie die Gemeinde den Platzmangel in den Griff bekommen kann?
Werner Schwan: „Wir hatten bereits vor vier Jahren die Kita angebaut. Die damaligen Prognosen besagten, dass die neuen Gruppen für die Zukunft ausreichend sind. Allerdings wurde letztes Jahr klar, dass dies so nicht stimmt. Die heutigen Geburtenzahlen liegen über den Erwartungen. Wir haben mehrere Alternativen zu untersuchen, die von einem Planungsbüro im Gemeinderat in Kürze vorgestellt werden. Sodann werden wir unverzüglich Maßnahmen einleiten. In der Zwischenzeit haben wir mit dem Landes- und Kreisjugendamt eine Übergangslösung erarbeitet und alle möglichen Kriterien, Förderungen, Anforderungen usw. mit berücksichtigt. Ich gehe von einer Interimslösung baulicher Art (Container) auf dem Kita-Gelände aus und präferiere ganz persönlich den Bau einer zweiten Kita mit bis zu vier Gruppen und flexibler Nutzung/Erweiterung. Damit sollten wir für die Zukunft ausreichend ausgestattet sein.“

Was persönlich gefällt Ihnen an Hargesheim besonders?
Werner Schwan: „Ich bin hier geboren, von Jung auf engagiert, kenne mich also aus, kenne die Einwohner, die Sorgen der Bürgerinnen/Bürger, die Straßen und Wege und auch die finanziellen Aspekte zur Gestaltung eines attraktiven Wohnortes. Diese Situation gefällt mir sehr. Auch die Geschichte von Hargesheim und die Lage in Rheinland-Pfalz gefallen mir. Ich bin stolz auf die Bewältigung von schwierigen Zeiten in der Vergangenheit und auf das, was wir in und für Hargesheim erreicht haben. Und besonders freue ich mich darüber, dass in den Mittelpunkt der Gemeinde immer wieder die Kinder stehen. Hargesheim hat sich insofern zu einer jungen Gemeinde entwickelt. Wir haben eine große Kita, eine große Grundschule und nicht zu vergessen die kooperative Gesamtschule ADS.
Mein Lieblingsplatz in Hargesheim ist mein großer Garten in der Oberwiese; hier kann ich ausspannen, mich meine Familie widmen, die Natur genießen und bewundern, welche Tiere und Pflanzen hier heimisch sind.“

Vervollständigen Sie bitte den Satz: Ich lebe gern in Hargesheim, weil…
Werner Schwan: … meine Familie seit vielen Generationen hier zuhause ist und viele Menschen hier ebenso eine schöne Heimat gefunden haben; in dieser Gemeinschaft fühle ich mich wohl.

Das war die Premierenveröffentlichung der Nahe-News Serie “Ich lebe gerne in…”

Wir bedanken uns bei unseren Anzeigenpartnern:

– ARAL Tankstelle Schneider

– Baum Sekt- & Weinkontor

– Gemeindeverwaltung Hargesheim

– Gräfenbach Apotheke

– Maler Saar

– MVZ Forum Valentinum

– Raumdecor Niebergall

– Tonn & Orben

– Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück
– Wirz Motors

 

Soll Ihre Gemeinde auch bei Nahe-News vorgestellt werden?
Dann schreiben Sie uns einfach eine Mail an: info@nahe-news.de

Impressum:
Texte: wikipedia, www.hargesheim.de, pdw
Fotos: pdw, Portrait Werner Schwan: privat

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