KIRN. Zwei Rettungsversuche waren bereits gescheitert, doch beim dritten Anlauf klappte es: Eine Graugans, die sich seit mehreren Tagen mit einem Angelköder und einer Angelschnur im Gefieder im Bereich des Schülerkiesels aufhielt, konnte am Montag, 5. Oktober erfolgreich eingefangen und versorgt werden.
Aufmerksame Passanten hatten die Polizei auf das Tier aufmerksam gemacht. Die wild lebende Graugans hielt sich bereits seit einigen Tagen im Bereich der Nahe auf. Augenscheinlich hatte sich ein Angelköder samt Schnur in ihrem Gefieder verfangen.
Die Rettung gestaltete sich allerdings schwieriger als zunächst gedacht. Die Gans konnte sich trotz des Fremdkörpers weiterhin auf dem Wasser bewegen und suchte bei jedem Annäherungsversuch schnell das Weite. Bereits an zwei Tagen hatten Helfer versucht, das Tier einzufangen und von Köder und Angelschnur zu befreien. Doch die Graugans erwies sich als flinke und durchaus wehrhafte Patientin und entzog sich immer wieder ihren Rettern.
Am Montag folgte schließlich der dritte Versuch. Dieses Mal rückten Kräfte der Polizeiinspektion Kirn, des Kommunalen Vollzugsdienstes der Verbandsgemeinde Kirner Land und der Freiwilligen Feuerwehr Kirn gemeinsam an. Unterstützung erhielten sie von einem örtlichen Jagdausübungsberechtigten, der seine Erfahrung im Umgang mit Wildtieren einbrachte.
Gemeinsam gelang es den Helfern schließlich, die Graugans in Richtung Ufer zu bewegen. Dort konnte das Tier mithilfe eines Netzes eingefangen werden. Anschließend wurden der Angelköder und die Angelschnur entfernt und die Gans entsprechend versorgt. Damit fand die ungewöhnliche Rettungsaktion am Schülerkiesel nach mehreren Tagen doch noch ein glückliches Ende.
Und wie die Polizei passend feststellte, funktioniert die gute Zusammenarbeit in Kirn eben nicht nur, wenn Menschen Hilfe benötigen – manchmal hat der Einsatz auch Federn.








