BAD KREUZNACH. Bereits zum 18. Mal hat die IDUNA-Bezirksdirektion Sebastian Daske gemeinsam mit Steuerberater und Rechtsanwalt Steffen Bouffleur zum Handwerker-Workshop auf die Kauzenburg eingeladen. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern zahlreiche Informationen rund um die betriebliche Altersvorsorge, Nettolohnoptimierung und aktuelle Herausforderungen für Handwerksbetriebe.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden zahlreiche Vertreter des Handwerks den Weg auf die Kauzenburg. Neben Fachvorträgen standen der persönliche Austausch sowie ein gemeinsames Abendessen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Sebastian Daske blickte zu Beginn auf die inzwischen langjährige Geschichte des Workshops zurück und erläuterte die Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge. Angesichts der aktuellen Rentenentwicklung sei private Vorsorge wichtiger denn je. Aus seiner Sicht zählt die betriebliche Altersvorsorge zu den attraktivsten Möglichkeiten, da sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer von staatlichen Zuschüssen profitieren können. Anhand konkreter Beispiele zeigte Daske auf, wie Beschäftigte mit vergleichsweise geringem Eigenaufwand ihre spätere Rente deutlich aufbessern können. Gleichzeitig machte er auf die zunehmende Bedeutung des Cyberschutzes aufmerksam. Gerade kleinere Handwerksbetriebe würden die Gefahr von Hackerangriffen häufig unterschätzen, obwohl dadurch erhebliche finanzielle Schäden entstehen könnten.
Erstmals stellte sich auch Marc Schild als neuer Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück den Teilnehmern vor. Der 47-Jährige warb für eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Handwerks und rief die Betriebe dazu auf, gemeinsame Herausforderungen aktiv anzugehen. Die Kreishandwerkerschaft betreut nach seinen Angaben rund 1.000 Betriebe in einer Region, die flächenmäßig sogar größer als das Saarland ist.
Im zweiten Fachvortrag widmete sich Steuerberater und Rechtsanwalt Steffen Bouffleur der Nettolohnoptimierung. Er machte deutlich, dass steuerfreie Zusatzleistungen wie Tankgutscheine, Essenszuschüsse, Kinderbetreuungszuschüsse oder Jobtickets zwar attraktive Möglichkeiten bieten, diese jedoch exakt nach den gesetzlichen Vorgaben umgesetzt und dokumentiert werden müssen. Bereits kleine Fehler könnten bei Betriebsprüfungen zu erheblichen Nachzahlungen führen. Besonders bei Minijobs warnte Bouffleur vor den Risiken des sogenannten Phantomlohns und appellierte an die Unternehmer, individuelle Beratungsgespräche zu nutzen.
Das Fazit der Referenten fiel eindeutig aus: Sowohl bei der Altersvorsorge als auch bei der Lohnoptimierung gibt es zahlreiche Chancen für Betriebe und Beschäftigte. Gleichzeitig sei eine sorgfältige Planung unverzichtbar, um steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Fallstricke zu vermeiden. Wer den Workshop besucht habe, habe viele praktische Hinweise für den Unternehmensalltag mit nach Hause genommen.





