TRAISEN. Nach insgesamt 170 Stunden hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seinen Einsatz im Zusammenhang mit dem Waldbrand am Rotenfels bei Traisen beendet. Während des siebentägigen Großeinsatzes sorgten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach für die Verpflegung der Einsatzkräfte und stellten zeitweise zusätzlich eine Transportkomponente mit Rettungs- und Krankenwagen bereit.
In Spitzenzeiten mussten täglich bis zu 700 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte versorgt werden. Insgesamt bereitete die DRK-Verpflegungsgruppe rund 10.000 Mahlzeiten zu und brachte sie direkt ins Einsatzgebiet.
„In den vergangenen sieben Tagen hat die DRK-Verpflegungsgruppe zehntausend Mahlzeiten zubereitet und im Einsatzgebiet bereitgestellt. Hinzu kamen 2.500 Kisten Getränke und eine halbe Tonne Obst sowie einige tausend Snacks. So etwas gelingt nur mit einem engagierten Team und guter Zusammenarbeit im Roten Kreuz“, fasste DRK-Einsatzleiter Chris Snehotta den außergewöhnlichen Einsatz zusammen.
Für die Rotkreuzler war der Einsatz einer der größten und längsten Verpflegungseinsätze seit der Flutkatastrophe im Ahrtal. Auch wenn die Versorgung der Einsatzkräfte inzwischen beendet ist, bleibt für die Ehrenamtlichen noch einiges zu tun.
„Ein Einsatz dieser Dimension braucht natürlich eine entsprechende Nachbereitung, denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Wir müssen unsere Vorräte auffüllen, die Fahrzeuge aufbereiten und die Küchentechnik wieder einsatzbereit machen. Spülen und Aufräumen gehört natürlich ebenfalls dazu“, erläutert DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Dominique Oehler.
Fast 50 ehrenamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler waren während des einwöchigen Einsatzes beteiligt. Zum Team gehörten Feldköche, Verpflegungshelfer, Sanitäter sowie Zug- und Gruppenführer. Darüber hinaus unterstützte auch das Kriseninterventionsteam Menschen, die von den Auswirkungen des Waldbrandes betroffen waren.
Der umfangreiche Einsatz konnte nach Angaben des DRK nur durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Rotkreuz-Gliederungen bewältigt werden. Neben dem DRK-Kreisverband Bad Kreuznach unterstützten auch Einsatzkräfte und Material aus den Kreisverbänden Alzey und Ahrweiler. Zusätzlich stellte die Landesverstärkung des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz kurzfristig zwei Ford Ranger sowie einen 26-Tonnen-Wechsellader für Logistikaufgaben zur Verfügung. Diese schnelle und unbürokratische Unterstützung trug entscheidend dazu bei, die Versorgung der Einsatzkräfte während des gesamten Einsatzzeitraums sicherzustellen.
Auch wenn Einsätze dieser Größenordnung eher selten sind, zieht das Führungsteam des DRK Bad Kreuznach bereits eine positive Bilanz. „Einsätze dieser Dauer und Größe sind glücklicherweise eher selten. Sie bieten uns aber die Chance, viel daraus zu lernen und neue Impulse für die Zukunft zu setzen. Wir haben schon jetzt einige Ideen, wie wir die Verpflegungskomponente des DRK in den Bereichen Ausstattung und Einsatzkonzept noch weiter optimieren können, damit wir auch bei kleineren Einsätzen effektiver handeln können“, erklärt DRK-Sprecher Philipp Köhler.





