Wolfgang Bartmann zeigte wie Puppen Menschen mit und ohne Demenz erreichen können
BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG. Der Workshop „Puppenspiel“, der im November in der Begegnungsstätte Vielfalt stattfand, war ein voller Erfolg. Unter der Leitung des bekannten Bauchredners und Puppenspielers Wolfgang Bartmann setzten sich 16 Teilnehmende intensiv mit den Grundlagen und Ausdrucksmöglichkeiten des Puppenspiels auseinander.
Die Gruppe war vielseitig zusammengesetzt: Ehrenamtliche aus verschiedenen Bereichen, Betreuungskräfte, Klinikclowns sowie weitere Interessierte kamen zusammen, um ihre Fähigkeiten zu erweitern oder einen neuen Zugang zum Puppenspiel zu entdecken. Diese Mischung führte zu einem lebendigen Austausch und bereicherte die praktische Arbeit im Workshop erheblich.
Wolfgang Bartmann zeigte anhand anschaulicher Übungen, wie Puppen Menschen mit und ohne Demenz erreichen können – oftmals auf einer emotionalen Ebene, die über reine Sprache hinausgeht. Er erklärte, wie durch gezielte Bewegungen, Stimme und Haltung eine Figur zum Leben erwacht und wie das Puppenspiel Freude, Aktivierung und Nähe ermöglicht. Gleichzeitig machte Bartmann deutlich, dass er als Künstler arbeitet und bewusst eine professionelle Distanz wahrt, trotz der erkennbaren positiven Wirkung seiner Kunstform.
Als direkte Folge dieses großen Interesses wird im kommenden Jahr eine Arbeitsgruppe (AG) Puppenspiel ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Wolfgang Bartmann soll sich die AG regelmäßig treffen, praktische Übungen fortführen und den fachlichen Austausch weiterentwickeln. Ziel ist es, das Puppenspiel langfristig als bereicherndes Element in der Arbeit mit Menschen mit und ohne Demenz zu verankern.
Das Netzwerk Demenz freut sich über den gelungenen Workshop und die wertvollen Impulse, die aus der Veranstaltung hervorgegangen sind. www.netzwerk-demenz-badkreuznach.de
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