StartNachrichtenKreis Bad KreuznachWestnetz bringt Akteure des Krisen- und Notfallmanagements in der Region Rhein-Nahe-Hunsrück zusammen

Westnetz bringt Akteure des Krisen- und Notfallmanagements in der Region Rhein-Nahe-Hunsrück zusammen

REGION. Wie können Behörden, Netzbetreiber und Einsatzorganisationen auch in außergewöhnlichen Krisensituationen handlungsfähig bleiben? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Bevölkerungsschutz und Energiewirtschaft beim diesjährigen Treffen zum Krisen- und Notfallmanagement der Westnetz in der Region Rhein-Nahe-Hunsrück.

Die Veranstaltung im Westnetz-Verwaltungsgebäude in Idar-Oberstein knüpfte an den bereits etablierten Austausch zwischen den beteiligten Akteuren an. Ziel ist es, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, aktuelle Entwicklungen zu bewerten und die Krisenvorsorge in der Region kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Nach der Begrüßung durch Thomas Johann, Leiter des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück, standen die aktuellen Herausforderungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen im Mittelpunkt. Jörn Hagen, Leiter Krisen- und Kontinuitätsmanagement bei Westnetz, informierte über die aktuelle Sicherheitslage für Netzbetreiber sowie über die Anforderungen an eine leistungsfähige Regel- und Notfallstabsorganisation. Im Fokus standen abgestimmte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und verlässliche Kommunikationswege für den Krisenfall.

Foto: Westnetz GmbH / Sabrina Kunz

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Krisenkommunikation über das bundesweit eingeführte 450-MHz-Funknetz. Ingo Hinzmann und Steffen Köser von Westenergie erläuterten die Bedeutung des ausfallsicheren Kommunikationssystems für Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie für Einsatz- und Hilfsorganisationen. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten des Systems.

Versorgungssicherheit braucht starke Partnerschaften
Westnetz-Monteur Frank Dietrich zeigte den Gästen auf dem Betriebshof eines der 650-kVA-Notstromaggregate und erläuterte dessen Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Unter dem Leitgedanken „Versorgungssicherheit braucht starke Partnerschaften“ wurde deutlich, wie wichtig leistungsfähige technische Ressourcen und eine enge Zusammenarbeit sind, um die Energieversorgung auch in Ausnahmesituationen zuverlässig sicherzustellen.

Neben den leistungsstarken Notstromaggregaten gehören auch Spezialfahrzeuge und umfangreiche Materialreserven zur technischen Ausstattung der Westnetz. Sie ermöglichen es, bei Versorgungsunterbrechungen schnell und flexibel zu reagieren und die Energieversorgung zuverlässig aufrechtzuerhalten.

„Die Versorgungssicherheit hat für uns höchste Priorität. Sie ist die Grundlage für funktionierende Kommunen und wirtschaftliche Stabilität. Eine resiliente Energieversorgung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die klare Zuständigkeiten, belastbare Prozesse und gegenseitiges Vertrauen braucht“, betonte Johann.  Westnetz investiert kontinuierlich in den Ausbau und die Digitalisierung der Energienetze und gewährleistet mit einer rund um die Uhr verfügbaren Netzüberwachung und Entstörbereitschaft einen zuverlässigen Netzbetrieb.

Regelmäßiger Austausch stärkt die Resilienz
Zum Abschluss der Veranstaltung waren sich die Teilnehmenden einig, dass der regelmäßige Austausch zwischen Kommunen, Behörden, Einsatzkräften und Energieversorgern ein wesentlicher Baustein für eine wirksame Krisenvorsorge ist. Gemeinsame Abstimmungen, klare Kommunikationswege und der Austausch von Erfahrungen tragen dazu bei, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit im Ernstfall zu verbessern.

„Krisenmanagement beginnt lange vor dem eigentlichen Ereignis. Der regelmäßige Austausch schafft Vertrauen, verkürzt Entscheidungswege und verbessert die Zusammenarbeit im Ernstfall. Als regional verwurzeltes Unternehmen sehen wir uns in der Verantwortung, einen aktiven Beitrag zur Krisenvorsorge zu leisten. Die Herausforderungen für kritische Infrastrukturen nehmen weiter zu. Umso wichtiger ist es, dass alle relevanten Akteure regelmäßig miteinander im Austausch bleiben und gemeinsam an verlässlichen Lösungen arbeiten – so stärken wir nachhaltig die Resilienz unserer Region“, sagte Johann, Leiter des Regionalzentrums Rhein-Nahe-Hunsrück.


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