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„Wir brauchen ein stärkeres WIR-Gefühl“ – Philipp Geib will an die Spitze der VG Nahe-Glan

STAUDERNHEIM / VG NAHE-GLAN. Bei der Bürgermeisterwahl der Verbandsgemeinde Nahe-Glan im Herbst 2027 wird der Staudernheimer Ortsbürgermeister Philipp Geib seinen Hut in den Ring werfen. Der 40-Jährige möchte die Nachfolge im Bürgermeisteramt von Uwe Engelmann (SPD) antreten und setzt dabei auf einen besonderen Ansatz: Geib kandidiert ausdrücklich als freier und unabhängiger Bewerber, ohne Bindung an eine politische Partei.

Sein Ziel ist es, die Menschen in der Verbandsgemeinde zusammenzubringen, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger über Parteigrenzen hinweg zu vertreten. Philipp Geib ist der erste Bewerber, der seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl der Verbandsgemeinde Nahe-Glan im Herbst 2027 öffentlich bekannt gegeben hat. In einem Pressegespräch am heutigen Dienstag, 13. Oktober, erläuterte er die Beweggründe für seine Kandidatur und stellte seine Ziele und Vorstellungen für eine mögliche Amtszeit als Bürgermeister vor. „Für mich ist die Verbandsgemeinde dann am stärksten, wenn wir über Parteigrenzen hinweg an einem Strang ziehen. Ich trete bewusst für keine einzelne Partei an, um sachorientiert, offen und als verbindendes Element für alle da zu sein“, erklärt Geib zu seiner Entscheidung.

Der 40-Jährige lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Staudernheim. Hauptberuflich ist er Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Bad Kreuznach. Darüber hinaus engagiert er sich seit 2024 ehrenamtlich als Ortsbürgermeister von Staudernheim. Die Erfahrungen aus beiden Tätigkeiten möchte er künftig an der Spitze der Verbandsgemeinde Nahe-Glan einbringen. „Ich möchte Dinge anpacken und gemeinsam etwas bewegen“, so Geib.

Seine Entscheidung, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, begründet Geib insbesondere mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Als Ortsbürgermeister habe er gelernt, dass auch unter schwierigen finanziellen und politischen Rahmenbedingungen vieles möglich sei, wenn Menschen gemeinsam an Lösungen arbeiteten.

„Weil ich in den vergangenen Jahren erfahren habe, dass man mit Engagement, Beharrlichkeit und dem Willen, gemeinsam etwas zu bewegen, auch unter schwierigen finanziellen und politischen Rahmenbedingungen viel erreichen kann“, beschreibt Geib seine Motivation. Dabei sei ihm bewusst, vor welchen Herausforderungen die Kommunen stehen. Finanzielle Engpässe, zunehmende Bürokratie und unterschiedliche Interessen machten politische Entscheidungen oftmals schwierig. Dennoch dürfe man sich davon nicht entmutigen lassen.

„Wer mich kennt, weiß: Wenn ich mir etwas vornehme, lasse ich nichts unversucht, um eine Lösung zu finden. Mir geht es nicht darum, Probleme nur zu beschreiben oder Verantwortung weiterzugeben. Ich möchte Dinge anpacken, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort etwas bewegen“, betont der Bürgermeisterkandidat. Als besondere Stärke betrachtet Geib seine gute Vernetzung innerhalb der Verbandsgemeinde sowie im gesamten Landkreis Bad Kreuznach. Diese Kontakte möchte er nutzen, um die Anliegen der Kommunen auf verschiedenen politischen Ebenen voranzubringen.

Zusammenwachsen der Verbandsgemeinde weiter vorantreiben
Ein wichtiges Anliegen seiner Kandidatur ist das weitere Zusammenwachsen der Verbandsgemeinde Nahe-Glan. Nach der Fusion der früheren Verbandsgemeinden Bad Sobernheim und Meisenheim seien bereits wichtige Grundlagen geschaffen und zahlreiche Entscheidungen getroffen worden. Dennoch sieht Geib weiterhin Handlungsbedarf.

„Ich habe persönlich das Gefühl, dass wir beim Zusammenwachsen noch nicht am Ziel angekommen sind. Eine Verbandsgemeinde ist mehr als eine Verwaltung und mehr als eine Zusammenfassung einzelner Ortsgemeinden. Sie sollte auch ein gemeinsames WIR-Gefühl vermitteln“, erklärt er.

Dabei gehe es ihm keineswegs darum, die Eigenständigkeit und die gewachsenen Traditionen der einzelnen Ortsgemeinden infrage zu stellen. Vielmehr müsse es gelingen, die unterschiedlichen Stärken und Besonderheiten der Gemeinden zu bewahren und gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der gesamten Verbandsgemeinde zu fördern. „Jede unserer Ortsgemeinden hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Stärken und ihre eigenen Bedürfnisse. Diese Vielfalt ist eine Bereicherung. Wir müssen sie bewahren und gleichzeitig das Verbindende stärker in den Mittelpunkt rücken“, so Geib.

Bürgernähe und Zuhören als Grundlage seiner Politik
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Vorstellungen ist die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Geib möchte nicht mit vorgefertigten Konzepten auftreten, sondern zunächst erfahren, welche Themen die Menschen in den einzelnen Gemeinden beschäftigen.

„Für mich steht dabei ein Grundsatz an erster Stelle: Ich möchte verstehen, was die Menschen vor Ort bewegt, welche Sorgen sie haben und welche Vorstellungen sie von der Zukunft ihrer Heimat mitbringen“, erklärt der 40-Jährige. Gute Kommunalpolitik beginne für ihn nicht mit fertigen Entscheidungen, sondern mit Zuhören, einem offenen Austausch und der Bereitschaft, unterschiedliche Meinungen ernst zu nehmen.

Als Bürgermeister möchte er die Interessen der Ortsgemeinden gemeinsam mit den kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertretern auf Kreis-, Landes- und Bundesebene einbringen. Dabei dürfe es keine Rolle spielen, welche Parteien gerade die politischen Mehrheiten stellten. Besonders wichtig sei ihm, dass der ländliche Raum eine starke Stimme bekomme und die Lebensqualität in den Gemeinden langfristig erhalten bleibe.

Bewusst unabhängig – aber offen für alle Parteien
Dass Geib ohne Parteibindung kandidiert, bedeutet für ihn keineswegs eine Distanz zur Arbeit der politischen Parteien. Im Gegenteil: Er betont ausdrücklich, dass er deren Engagement und die Arbeit der örtlichen Wählergruppen schätze. Seine Unabhängigkeit betrachtet er vielmehr als Chance, unterschiedliche politische Positionen zusammenzuführen und Entscheidungen ausschließlich an den Interessen der Verbandsgemeinde auszurichten.

„Gleichzeitig schätze ich das politische Engagement und die wertvolle Arbeit aller Parteien und Wählergruppen vor Ort sehr. Mein Ziel ist es, als Brückenbauer nah an den Menschen zu sein, gute Ideen aufzugreifen und im vertrauensvollen Dialog gemeinsam mit dem Verbandsgemeinderat die besten Lösungen für unsere Heimat zu gestalten“, unterstreicht Geib.

Mit seiner Kandidatur möchte der Staudernheimer Ortsbürgermeister somit vor allem ein Zeichen für Zusammenarbeit und Zusammenhalt setzen. Seine zentrale Botschaft für die Bürgermeisterwahl im Herbst 2027 lautet: Nicht die Zugehörigkeit zu einer Partei soll entscheidend sein, sondern der gemeinsame Wille, die Verbandsgemeinde Nahe-Glan weiterzuentwickeln und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Video zur Verkündung:

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