Großer Saal des Binger Kulturzentrums erhält neuen Namen
BINGEN. Mit einem kleinen Festakt hat die Stadt Bingen am Rhein im Vorfeld der jüngsten Stadtratssitzung den Großen Saal des Kulturzentrums offiziell in „Clemens-Hahn-Saal“ umbenannt. Zur Einweihungsfeier versammelten sich Mitglieder des Stadtrates, Vertreter der Presse, Mitglieder des Kuratoriums sowie des Vorstandes der Volkshochschule Sichtbares Zeichen für Lebenswerk Oberbürgermeister Thomas Feser würdigte in seiner Ansprache das außergewöhnliche Engagement des Namensgebers: „Lieber Clemens, du bist seit 1989 Ehrenbürger von Bingen. Doch das ist nur das sichtbarste Zeichen eines Lebenswerks, das lange davor begann und bis heute anhält.“
Clemens Hahn stand über 30 Jahre lang ehrenamtlich an der Spitze der Binger Volkshochschule und führte sie in die Spitzengruppe der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen. Sein Wirken reichte dabei weit über das Kursangebot hinaus: Er verhinderte den Abriss des ehemaligen Schulgebäudes am Freidhof und ebnete so den Weg für dessen Umbau zum heutigen Kulturzentrum. „Ein Ort der Begegnung, des Lernens, der Kunst und der Kultur für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, soFeser.
Als langjähriges CDU-Stadtratsmitglied und Fraktionsvorsitzender prägte Hahn zudem die kommunale Politik Bingens maßgeblich und initiierte unter anderem den Kulturausschuss. Auch die zahlreichen Kammermusikveranstaltungen, die er organisierte sowie sein Engagement in den Städtepartnerschaften zählen zu seinem Erbe. Mit einem Augenzwinkern verwies der Oberbürgermeister darauf, dass die Binger den Saal inoffiziell schon lange kennen: „Die Binger haben ihn längst getauft. Sie nennen ihn seit Jahren liebevoll die ‚Clemenskapelle‘. Heute machen wir es offiziell – und ich finde: Das wurde auch mal Zeit!“
Der Stadtrat hatte die Umbenennung bereits am 28. April dieses Jahres einstimmig beschlossen. Feser betonte die Bedeutung dieser Entscheidung: „Ein Stück Heimat, das künftig deinen Namen trägt – damit die nächsten Generationen wissen, wer Bingen ein Stück weit ein Gesicht gegeben hat.“ Clemens Hahn nahm die Ehrung gemeinsam mit seiner Familie und zahlreichen Wegbegleitern und Freunden entgegen.
Clemens Hahn erinnert an die Anfänge
Gerührt dankte Clemens Hahn für die Auszeichnung. In kurzen Worten ließ er die Geschichte der Binger Volkshochschule Revue passieren, die er einst ins Leben gerufen und über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat. Besonders lebendig zeigte er sich, als er vom Einweihungskonzert des Saales sprach – eine Erinnerung, die ihm, wie er sagte, noch heute gegenwärtig ist. An den Saal, in dem der Stadtrat regelmäßig tagt und wichtige Entscheidungen für die Stadt trifft, richtete er einen herzlichen Wunsch: Er möge auch künftig ein Ort guter Entscheidungen bleiben.
Der Blick in die Gegenwart
Auch René Nohr, der heutige Leiter der Volkshochschule Bingen, ergriff das Wort. Er unterstrich, was Clemens Hahns Lebenswerk bis heute bedeutet: Die Binger vhs zählt inzwischen zu den größten Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz und belegt landesweit den zweiten Platz – ein Fundament, das Hahn mit seinem unermüdlichen Einsatz gelegt habe.
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