MAINZ. Die VINVIN – Fachmesse für Herkunftsweine – verzeichnet 2026 mehr als 1.000 akkreditierte Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus der Spitzengastronomie, dem Fachhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel, von Importeuren sowie aus Weinredaktionen und von -kritikern.
Die Fachbesucher der Veranstaltung im Alten Postlager in Mainz setzten damit ein unmissverständliches Signal: Das Interesse an klarer Herkunft, definiertem Qualitätsprofil und substanziellem Fachdialog wächst. Auch die Zusammensetzung des Publikums unterstreicht die Relevanz des Formats: Rund 30 % der Gäste kamen aus dem Fachhandel, 20 % aus Gastronomie und Sommellerie, 15 % aus der Presse, 6 % aus dem Import. Ergänzt wurde das Spektrum durch weitere Branchenpartner, Influencer sowie Studierende.

Sämtliche Masterclasses waren vollständig ausgebucht
Die Themen griffen zentrale Fragen der deutschen Weinszene auf und trafen damit exakt den Nerv einer Branche, die sich neu positioniert. So wurde in der Masterclass „Kann Naturwein Herkunft zeigen?“ anhand von sechs Weinen des Jahrgangs 2022 diskutiert, inwiefern sich Herkunft auch bei Low-Intervention-Weinen sensorisch nachvollziehen lässt – mit dem Ergebnis, dass Böden und Herkunft durchaus erkennbar bleiben.
Die Frage „Was ist deutscher Spätburgunder?“ zeigte, dass sich deutscher Pinot Noir zunehmend eigenständig positioniert. Herkunft, Erfahrung und klimatische Entwicklungen greifen ineinander und führen zu einem selbstbewussten Stil, der sich nicht länger am Burgund orientieren muss.
In der Session „Über Wein reden“ stand schließlich die Weiterentwicklung der Weinkommunikation im Fokus: weniger Abgrenzung, mehr Emotion und ein stärkeres Erzählen von Geschichten. Christian Hannemann diskutierte dies gemeinsam mit Milton Curtis und Christoph Raffelt anhand konkreter Praxisbeispiele.
„Die VINVIN zeigt, was passiert, wenn wir Kräfte bündeln: mehr Qualität, mehr Austausch und mehr Relevanz für die gesamte Branche.“ Anna-Maria Gödrich, Geschäftsleitung Maxime Herkunft Rheinhessen.
Insgesamt präsentierten über 120 Weingüter ihre Weine vor Ort. Getragen wurde die Messe von Weinland Nahe und Maxime Herkunft Rheinhessen; außerdem waren Maxime Herkunft Mosel, Junge Pfalz sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Mittelrhein und Ahr eingeladen.
Ohne Massenmessebetrieb, dafür mit hohem inhaltlichem Anspruch. Das Konzept „Gemeinsam besser“ steht dabei nicht nur als Motto, sondern als Programm: Die VINVIN ist bewusst als kollaborative Plattform angelegt, die einzelne Betriebe, Regionen und Institutionen stärkt.
„Die Resonanz zeigt klar, dass der Bedarf an ehrlichem, entspannten und fachlichem Austausch groß ist. Genau dafür steht die VINVIN.“ — Lara Mindnich, Geschäftsführung Weinland Nahe e.V.

Die VINVIN ist Teil eines wachsenden Netzwerks an Fachveranstaltungen, das die Sichtbarkeit und Profilschärfe deutscher Herkunftsweine gezielt
stärken will. Für die Branche gilt: Wer das Format beobachtet, beobachtet, wohin sich die deutsche Weinszene bewegt.
Über Maxime Herkunft Rheinhessen
Maxime Herkunft Rheinhessen e.V. ist ein Zusammenschluss engagierter Weingüter, die sich der Verortung, Qualitätsdefinition und Sichtbarmachung rheinhessischer Herkunftsweine verschrieben haben.
Über Weinland Nahe
Weinland Nahe e.V. ist die zentrale Vermarktungsorganisation des Weinanbaugebietes Nahe mit Sitz in Bad Kreuznach. Der Verein vertritt die Interessen der Nahewinzer und fördert die Bekanntheit und Qualitätswahrnehmung der Nahe-Weine im In- und Ausland.
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