HOCHSTETTEN-DHAUN/KIRN. Zu einem informativen Austausch über die industrielle und energetische Zukunft des Kirner Landes trafen sich hochrangige Vertreter der SPD auf Einladung des Gemeindeverbandes und des Ortsvereins Hochstetten-Dhaun.
Unter den Gästen begrüßten der Gemeindeverbandsvorsitzende Michael Schmidt und Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell unter anderem Staatssekretär Dr. Denis Alt, den Landtagsabgeordneten Markus Stein sowie den Ersten Kreisbeigeordneten Oliver Kohl. Im Fokus standen zwei Mammutprojekte: die Erweiterung der Photovoltaik-Kapazitäten und der 25-Millionen-Euro-Neubau am Steinbruch Hellberg.
Sonnenstrom und Batteriespeicher
Erste Station war die Baustelle der PV-Anlage auf der Gemarkung Itzbach. Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell erläuterte den Fortschritt des Projekts, bei dem die ersten 23,5 Hektar bereits teilweise am Netz sind. Nach einem Kompromiss im Verbandsgemeinderat bezüglich eines Flächentauschs steht nun die Offenlage der Bebauungspläne kurz bevor.
Ein technisches Highlight der Planung ist der großdimensionierte 35-MW-Batteriespeicher, der die Netzstabilität sichern soll. Michael Schmidt ergänzte, dass das neue Umspannwerk in Hochstetten künftig als zentraler Einspeisepunkt für weitere Potenzialflächen in der Verbandsgemeinde dienen könnte. Trotz technischer Herausforderungen befinde man sich im engen Austausch mit Investoren und Behörden auf einem guten Weg.
25 Millionen Euro für die Zukunft des Steinbruchs
Der zweite Halt führte die Delegation zum Steinbruch Hellberg der Nahe-Hunsrück Baustoffe GmbH & Co. KG (NHB). Projektleiter Massimo Döbell präsentierte dort ein beeindruckendes Vorhaben: Für rund 25 Millionen Euro entsteht eine hochmoderne, 38 Meter hohe Aufbereitungsanlage. „Die neue Anlage bietet eine emissionsoptimierte, digitale Technik nach modernsten Standards“, erklärte Massimo Döbell.
Mit der Inbetriebnahme im ersten Quartal 2027 setzt das Unternehmen ein klares Signal für den Standort. Da der Pachtvertrag mit der Ortsgemeinde bereits verlängert wurde, sind die Arbeitsplätze der 16 Mitarbeiter vor Ort sowie der rund 120 Beschäftigten am Standort Kirn langfristig gesichert.
Rohstoffe als Basis der Transformation
Zum Abschluss der Tour wurde die Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung für den Klimaschutz betont. Ob für Fundamente von Windrädern, den Bau von PV-Parks oder den Gleisbau – ohne hochwertigen Naturstein sei die Energiewende nicht umsetzbar. Massimo Döbell wies jedoch auf die immer komplexer werdenden und kostenintensiven Genehmigungsverfahren hin, die für die Unternehmen eine große Herausforderung darstellten.
Die Teilnehmer waren sich einig: Das Zusammenspiel aus regenerativer Energieerzeugung und nachhaltiger regionaler Rohstoffsicherung macht das Kirner Land zu einem wichtigen Pfeiler für die wirtschaftliche Zukunft der Region.
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