BAD KREUZNACH. Wenn ein Kind zu früh auf die Welt kommt, zählt jeder Moment – und jede Hilfe. Aus eigener Erfahrung wissen Melanie Fleck und Ralf Petry vom Winzerhof Petry in Pfaffen-Schwabenheim, wie herausfordernd diese Zeit sein kann. Sie sind dankbar für die aufopferungsvolle medizinische Betreuung eines Frühgeborenen in ihrem Umfeld und entschieden sie sich deshalb dazu, die Kinder- und Jugendmedizin der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zu unterstützen. Der gesamte Erlös ihres Hoffestes ging als Spende an den Kinderförderverein der Klinik. Dabei bezeichnet sich das Ehepaar scherzhaft als „Wiederholungstäter“, denn es war schon das zweite Mal, dass sie die Arbeit des Vereins unterstützt haben.
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„Als wir miterlebten, wie empfindlich so ein kleines Wesen ist und wie viel es braucht, um diesen kleinen Kämpfern den besten Start zu ermöglichen, wussten wir: Wir wollen helfen“, sagt Ralf Petry, Inhaber des Winzerhofs. Gemeinsam mit ihren Freunden Margit und Mathias Barth aus Wiesbaden-Schierstein, deren Sohn ebenfalls zu früh auf die Welt kam, organisierten sie das Glühwein-Fest und sammelten mit viel Herzblut für den guten Zweck. 1000 Euro landeten in der Kasse. Familie Barth hat zusätzlich bei einem Verkaufsstand beim 1. Schiersteiner Weihnachtmarkt Kartoffelpuffer und Weihnachtswichtel aus Holz verkauft und 500 Euro eingenommen. Den Erlös legten sie auf die Spendensumme drauf, sodass insgesamt 1500 Euro zusammenkamen.
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Der Ärztliche Direktor der Diakonie Kliniken und Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Christoph von Buch freut sich über die Spende, die gezielt für die Versorgung und Betreuung von Frühgeborenen eingesetzt wird: „Für eine gute Arbeit braucht es drei Sachen: Ein hervorragendes Team, Patienten und Unterstützer – und das alles ist in unserer Klinik vereint.“
Die Rolle des Kinderfördervereins unterstreicht er besonders, denn Kindermedizin ist deutlich unterfinanziert und braucht eine starke Lobby: „Wir pflegen seit Jahrzehnten ein tolles Verhältnis zu unserem Förderverein und sind dankbar dafür, dass sie immer alles im Blick haben: Sie sehen auch Bedarfe, die die An- und Zugehörigen der Kinder haben, zum Beispiel ordentliche Liegen für die Begleitpersonen. Denn unsere Kinderklinik betreut ja nicht nur Kinder, sondern ein ganzes soziales Umfeld, das sich in einer Ausnahmesituation befindet.“
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